"Alte Häsin" steigt zum letzten Mal in die Bütt

Ein Tanzdebüt auf Kniehöhe lieferten die Nachwuchstalente der Frauengemeinschaft in der Langenbrander Festhalle. Foto: KFG Langenbrand

Forbach (red) - Ein Rundum-Wohlfühlpaket hatte die Katholische Frauengemeinschaft (KFG) Langenbrand bei ihrer "Frauefasent" in der Langenbrander Festhalle geschnürt. Angefangen von der neuen Sitzordnung bis zu den den vielen Aktiven, die zu einem ansprechenden Programm beitrugen.

Das achtköpfige Vorstandsteam präsentierte sich zu Beginn gut behütet im neuen Outfit und gefiel auch bei einem lustigen Vortrag, den Edgar Merkel begleitete. Die Gardemädchen des TV Langenbrand (Leitung Elisabeth Stößer) eröffneten den Abend und stellten dabei ihr tänzerisches wie turnerisches Talent unter Beweis, heißt es in einer Mitteilung der KFG.

Ein "Knieballett", gekonnt dargestellt von einigen Nachwuchstalenten der Frauengemeinschaft, setzte die Choreographie unter der Regie von Renate Wörner um. Für tolle Kostüme und perfekte Maske war Susanne Glauner verantwortlich. Mit unpassenden Fragen während eines entscheidenden Spiels nervte eine in Sachen Fußball nicht ganz verständige Frau (Ute Dinter) ihren Ehemann (Renate Wörner). Das Ehepaar erntete dafür viele Lacher.

Mit der Ehrenvorsitzenden Edeltraud Gerstner stieg eine "alte Häsin" in die Bütt, doch ihren gereimten Versen war zu entnehmen, dass es das letze Mal sein sollte. Nach ihrer 40-jährigen Bühnenkarriere, davon viele Jahre in großer Verantwortung als Vorsitzende, sagte sie Adieu. Ihre Erinnerungen reichten zurück bis zu den Anfängen der Langenbrander Frauenfastnacht in der alten Festhalle.

Wehmut und Dankbarkeit waren gepaart mit der Gewissheit, dass es auch heute in etwas anderer Form viele schöne Stunden bei den Frauen und mit Präses Pfarrer Thomas Holler gibt. Sie verabschiedete sich mit den Worten "Alles hat seine Zeit" und sparte auch nicht mit Dankesworten für ihre Wegbegleiter. Einer davon, der langjährigen Berichterstatterin Ingeborg Dieterle, wurde ein kurzes Memento gehalten.

Flott ging es weiter im Programm mit einer neu formierten Tanzgruppe um Manuela Künstel. Bei einem Trip durchs wilde Kurdistan wurde auch schon mal ein Säbel gezückt.

Hänsel aus dem Pfarrhaus

Sobald die Melodie erklingt "Horch, was kommt von draußen rein...", ist unschwer zu erraten, dass Pfarrer Thomas Holler mit seinem Akkordeon die Bühne rockt. Dieses Mal gab er als Hänsel aus dem Pfarrhaus sein Debüt, glänzte aber auch im perfekten Playback zu "Manamana". In Anlehnung an den Ärzte-Hit "Westerland" forderte er, dass es ihn jedes Jahr zur Fastnachtszeit zurück zu seinen Frauen zieht.

Unter der Moderation von Claudia Ospelt und Birgit Ruckenbrod wurde allen Anwesenden eine Modenschau der besonderen Art geboten. Vom Modell "Lamm Gottes" bis zum "Ordensrock" war fast alles zu sehen. Beim Rollator-Tanz sparten die Damen nicht an originellen Ideen und ernteten zusammen mit ihrer Leiterin Renate Wörner Applaus.

Birgit Ruckenbrod vom Vorstandsteam dankte allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Eine Fortsetzung an fastnachtlicher Unterhaltung gab es am Schmutzigen Donnerstag beim närrischen Frühstück und anschließenden Sturm der Ortsverwaltung.

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