Handwerker sollen auch zum Zuge kommen

Große Betonelemente liegen bereit, der Bau der nächsten Halle steht bevor. Foto: Mandic

Von Thomas Senger

Gaggenau - Können ortsansässige kleinere Betriebe in den neuen Hillwood-Hallen in Ottenau überhaupt passende Flächen mieten? Über die Belegung auf dem ehemaligen KWH-Gelände diskutierte der Gemeinderat am Montagabend. OB Florus sagte eine Überprüfung des Sachverhalts zu.

Gerlinde Stolle (SPD) hatte die Diskussion ins Rollen gebracht. So sei ein örtliches Unternehmen bei der beabsichtigten Einmietung nicht zum Zuge gekommen - weil es lediglich 1000 Quadratmeter in Anspruch nehmen wolle. Dabei habe es doch noch vor Baubeginn der Hallen geheißen, dass Investor Hillwood auch kleinere Flächen für ortsansässige Betriebe zur Verfügung stellen wolle. Bürgermeister Michael Pfeiffer erläuterte, dass die Halle mit insgesamt 15000 Quadratmetern zunächst in drei Teile geteilt werden könne; je nach Nutzung sei eine weitere Unterteilung möglich. Unterm Strich seien aber 2500 m2 die Mindestgröße für eine einzelne Firma, nicht zuletzt wegen des Hallenzuschnitts. Er räumte ein, dass auch 2500 m2 für einen kleinen Betrieb nicht realistischseien.

Martin Hahn (FWG) meinte: "So werden die Handwerksbetriebe von Ottenau abgesägt." Einem Handwerker würden üblicherweise 1000 Quadratmeter reichen. "Ich sehe das wie Frau Stolle sehr, sehr kritisch. Ich bin überzeugt, dass da kein kleinerer Handwerksbetrieb drin ist", sagte Hahn. Er befürchte, dass sich das Areal so entwickeln werde, wie man es gerade nicht gewollt habe.

OB Christof Florus will die städtische Wirtschaftsförderung mit dem Thema befassen. Eventuell könnten drei oder vier Unternehmen zusammen eine größere Fläche belegen, regte er an. Man werde sich den Beschluss des Gemeinderats zum Thema Flächennutzung noch einmal anschauen und entsprechend reagieren.

Ferdinand Hurrle (FWG) gab zu bedenken: Wenigstens in einer Halle sollten viermal 1000 m2 zur Verfügung stehen. Martin Hahn rief noch einmal die Dringlichkeit einer vernünftigen Kreisverkehrslösung im Umfeld in Erinnerung. Die Verwaltung müsse "so schnell wie möglich eine ordentliche Lösung finden". Das Thema sei in Arbeit, bekräftigte Bürgermeister Pfeiffer.

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