Kostspielige Festhalle

Das 'Haus des Gastes' mit 'Adlerstuben' und der Festhalle steht energetisch auf dem Prüfstand, um den hohen Verbrauch zu senken. Foto: Juch

Loffenau (ham) - Das "Haus des Gastes" ist einmal mehr Thema im Loffenauer Gemeinderat. Die einzige Veranstaltungshalle im Ort bereitet der Rathausverwaltung wie den Pächtern Kopfzerbrechen: Zum einen sind die Energiekosten in dem Gebäude ungewöhnlich hoch, zum anderen lässt die Auslastung der Festhalle zu wünschen übrig.

Deshalb soll die Verwaltung am kommenden Dienstag, 19 Uhr, durch den Gemeinderat beauftragt werden, neue Konzepte zu entwickeln. Insbesondere geht es darum, ob künftig eine Trennung der Verpachtung von den "Adlerstuben" und der Festhalle möglich ist. Bisher verzichtete Loffenau aus steuerlichen Gründen auf diese, weil zuletzt eine kostspielige Renovierung anstand und so die Vorsteuer zurückfloss in den Gemeindesäckel. Neben den fiskalischen Auswirkungen einer Trennung muss überprüft werden, ob Heizung, Strom und Wasser für die Gaststätte, die Pächterwohnung und ein Personalappartement beziehungsweise Festhalle (samt Räumen) technisch separat erfasst werden können.

Bereits Anfang Februar inspizierten Mitarbeiter der Badenova das "Haus des Gastes" und bekamen Abrechnungen für Strom und Wasser aus den Vorjahren ausgehändigt. Der Energieversorger der Gemeinde soll energetische Verbesserungsmaßnahmen vorschlagen. "Der Energieverbrauch im gesamten Objekt ist sehr hoch, entsprechend hoch sind auch die Nebenkostenvorauszahlungen, die vom jeweiligen Pächter zu bezahlen sind", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Um überhaupt Interessenten zu finden, musste die Gemeinde bei ihrem Betrieb gewerblicher Art bei Pacht wie Mieten erhebliche Abstriche machen. Im Haushaltsplan 2018, der am Dienstag in der Sitzung von Bürgermeister Markus Burger eingebracht wird, ist an den Betrieb ein Zuschuss von 102000 Euro vorgesehen - dabei sind allerdings 55000 Euro Abschreibungen enthalten. Die Ausgabe stemmt die Gemeinde jedoch, weil es ihr wichtig ist, Vereinen und Bürgern weiter eine Stätte für Veranstaltungen anzubieten.

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