Auf den Baustellen läuft es rund

Auf den Baustellen läuft es rund

Von Markus Mack

Weisenbach - Die beiden Großbaustellen waren Ziel des Bauausschusses des Weisenbacher Gemeinderats. Im Latschigbad und in der Weinbergstraße besichtigten die Mitglieder den Stand der Arbeiten und erhielten aktuelle Informationen. "Beide Maßnahmen sind gut im Zeitplan", berichtete Bürgermeister Toni Huber. Rund vier Millionen Euro kosten die Projekte insgesamt.

Erste Station war das Latschigbad. Dort sind die Arbeiten zur dritten Sanierungsstufe noch voll im Gange. Rund eine Million Euro werden investiert, davon sind etwa 300000 Euro Zuschüsse, erläuterte Huber. Das Latschigbad wird so für die Zukunft fit gemacht. Voll des Lobes war das Gemeindeoberhaupt für die Arbeit des Schwimmbadvereins. Dessen Mitglieder hätten tatkräftig die Arbeiten unterstützt. Derzeit wird die Schwimmbadtechnik auf den aktuellen Stand gebracht. Im Technikgebäude wurden die Filterkammern modernisiert. Knifflig war der Einbau der Filterplatten mit den Düsenböden, rund eine Tonne wiegt eine solche Platte, die es in das Technikgebäude zu installieren galt, erläuterte Huber. Die Arbeiten "nähern sich dem Ende". Elektroinstallationen, Wasseraufbereitung und eine neue Chlorgasanlage stehen in der dritten Stufe der Sanierung an. Mehrkosten entstanden unter anderem durch die räumliche Enge im Technikgebäude, dadurch wurden beispielsweise die Rohrverlegungen teurer als kalkuliert.

Das Wasser im Schwimmbecken muss früher als bisher abgelassen und das Becken neu gestrichen werden, erläuterte der Bürgermeister. Grund ist die Vorlaufzeit für die neue Technik: "Wir brauchen einen Probebetrieb von etwa vier Wochen."

Siegfried Streeb vom Schwimmbadverein sicherte die weitere Mithilfe zu. Von den Vereinsmitgliedern wurden zahlreiche unterstützende Arbeiten ausgeführt, darunter das Ausheben von Gräben. "Es ist großartig, was alles geleistet wurde", lobte Huber.

Der Zugangsweg vom oberen Parkplatz ist neu gepflastert, er blieb in Steigung und Breite erhalten. Dort soll noch ein anthrazitfarbenes Geländer installiert werden. Die Eröffnung des Bads ist für den 20. Mai vorgesehen.

In der Weinbergstraße verlaufen die Arbeiten ebenfalls nach Plan. Mit der Fertigstellung wird für den September gerechnet, dem ursprünglichen Zeitplan entsprechend, wie Ingenieur Klemens Mercsanits den Ausschussmitgliedern erläuterte. "Ich hätte gerne mehr Baumaßnahmen dieser Art, die so problemlos verlaufen", freute sich Bürgermeister Toni Huber.

"Gutes Betriebsklima" in der Weinbergstraße

Die Zusammenarbeit mit der Baufirma verlaufe gut, die Anwohner seien sehr verständnisvoll. Auch ein anwesender Bürger lobte die umsichtige Arbeit der Baufirma Reif, es herrsche "ein gutes Betriebsklima". Der Großteil der bisherigen Maßnahmen seien unter der Erde erfolgt und daher nicht zu sehen, erläuterte Mercsanits. Schwierig, aber gut verlaufen, seien die Arbeiten "im laufenden Betrieb", ergänzte der Rathaus-Chef.

Derzeit werden Mauerscheiben, massive Betonelemente, in Richtung Bahnlinie eingebaut, die das Anlegen eines Gehwegs und von Parkbuchten ermöglichen. Noch vor Ostern soll mit dem Gehwegbau begonnen werden. Eine optische Verkleidung der Betonteile sei nicht vorgesehen, sie seien als technisches Bauwerk geplant, beantwortete Mercsanits eine Frage von CDU-Gemeinderat Gottfried Lang. Ein Geländer werde angebracht.

Kostenmäßig sei man gut unterwegs. "es läuft rund", sagte Huber. Rund 2,92 Millionen Euro sind veranschlagt, davon 1,6 Millionen Euro für den Straßenbau, 815000 Euro für Abwasser und 47100 Euro für die Wasserversorgung. Knapp 1,5 Millionen Euro werden als Zuschüsse gewährt, nannte er einige Zahlen.

Einstimmig beschloss der Ausschuss die Kanaluntersuchung im Ortsteil links der Murg. Eine solche gab es letztmals im Juli 2007. Nach der Eigenkontrollverordnung sind Misch- und Schmutzwasserkanäle nach zehn Jahren zu untersuchen. Das Kanalnetz ist etwa 7100 Meter lang. Außerdem werden etwa 310 Abwasserschächte untersucht. Die Arbeiten sollen noch vor den Sommerferien 2018 erledigt werden. Die Kosten werden auf rund 30000 Euro geschätzt. Eventuelle Schäden werden im Anschluss nach ihrer Dringlichkeit behoben.

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