Kein Patentrezept für die Nachwuchsbindung

Kein Patentrezept für die Nachwuchsbindung

Forbach (rag) - Die Bezirksgruppe Murgtal des Blasmusikverbands Mittelbaden hatte bei ihrer im zweijährigen Turnus erfolgten Hauptversammlung am Sonntag in Langenbrand eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Zu der Versammlung konnte der Bezirksvorsitzende Dieter Knittel neben zahlreichen Vereinsvertretern auch den Präsidenten des Verbands Mittelbaden Tobias Wald und die Bürgermeisterin der Gemeinde Forbach, Katrin Buhrke, begrüßen.





Die Bezirksjugendkapelle Murgtal unter der Leitung ihres Dirigenten Matthias Zimmer eröffnete das Treffen. In seinem Bericht nannte Dieter Knittel die Jugendkapelle ein großes Thema bei den Sitzungen der Bezirksgruppe. "Ich bin richtig stolz, wieder eine Bezirksjugendkapelle zu haben, die einen Klangkörper bildet und unser Murgtal repräsentiert." Erfreulich sei, dass mit Matthias Zimmer ein Dirigent gefunden wurde, der hier seine Wurzeln hat. "So können wir es schaffen, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, von wo sie über den Tellerrand hinaus schauen können."

Die Bezirksgruppe sieht sich auch als Dienstleister für Fragen der Vereinsführung. "Wir bieten Workshops an mit dem Thema Vereinsverwaltung in der neuen Zeit." Einige Vereine werden schon von einem Vorstandschaftsteam geführt.

Wichtige Themen seien die Bindung von Nachwuchs an die Vereine und wie diese sich erneuern können. Dafür gebe es allerdings kein Patentrezept, jeder Verein müsse selbst seine Lösung finden. Auch erinnerte Knittel an die gut besuchten Bezirkskonzerte, 2017 in Ottenau und 2018 in der Jahnhalle Gaggenau.

Die finanzielle Situation wurde von Kassierer Franz Senger ausführlich dargestellt. Die Kassenprüfer Rudi Seifried und Manfred Schnaible fanden eine gut geführte Kasse vor.

Von den Aktivitäten der Bezirksjugendkapelle berichteten die Bezirksjugendleiter David Brasseur und Melina Huber. Neben den Proben für die Konzerte in Ottenau und Gaggenau waren die jungen Musiker auch in Sachen Kameradschaft unterwegs. Die Wanderung nach Michelbach mit anschließender Grillfete war ein Erfolg. Drei Neuzugänge konnten verzeichnet werden.

Gedanken machen



über Vorstandschaft

Forbachs Bürgermeisterin Buhrke lobte das Engagement der Bezirksgruppe in Sachen Jugendarbeit. "2018 war ein besonderes Jahr", denn die Musikvereine Forbach und Hundsbach feierten ihre Jubiläen, blickte sie zurück.

Die Wahlen brachten keine Veränderungen. Dieter Knittel wird auch in den kommenden zwei Jahren die Bezirksgruppe leiten, er wird von Walter Wörner vertreten. Franz Senger bleibt Kassierer und Anja Merkel Schriftführerin. Als Beisitzer wählte die Versammlung Ingo Bleier, Günter Fritz, Philine Rady und Dieter Pfrang. Die Kasse wird von Rudi Seifried und Manfred Schnaible geprüft.

Dieter Knittel dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er empfahl der Versammlung jedoch, sich für die nächste Wahl in zwei Jahren Gedanken über eine neue Vorstandschaft zu machen.

Eine gewisse Angst bei den Prüflingen zum Jungmusikerleistungsabzeichen (JMLA) sieht Tobias Wald. Dieser könne jedoch mit verbesserter Ausbildung begegnet werden. Er sicherte den Vereinen die Unterstützung bei der Jugendarbeit zu. Zur Datenschutzgrundverordnung meinte der Präsident: "Ein gutes Instrument, schlecht gemacht, wir sollten keine Ängste haben." Er empfahl, sorgsam mit Daten umzugehen.

Die Bezirksgruppe ehrte verdiente Mitglieder. Franz Senger ist seit 30 Jahren in der Vorstandschaft und davon 16 Jahre Kassierer. Anja Merkel ist seit 20 Jahren die Schriftführerin und Rudi Seifried prüft seit 20 Jahren die Kasse. Philine Rady ist seit zehn Jahren in der Vorstandschaft der Bezirksgruppe. Ein Musikstück von der Bezirksjugendkapelle beendete die Versammlung.

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