Ein Stück Weisenbach steht in Berlin

Ein Stück Weisenbach steht in Berlin

Weisenbach (rag) - Ab heute wird Weisenbach eine besondere Beziehung zur Bundeshauptstadt haben. Am Samstag wurden zwei schöne Tannen im Ortsteil Au geschlagen und am Sonntag nach Berlin transportiert. Dass dies keine einfache Sache war, konnten Zuschauer am Morgen auf dem Festplatz Au beobachten.

Das aufgefahrene technische Gerät zeigte, dass es um eine größere Sache ging. Wie Jonas Allgeier, Projektleiter des THW, berichtete, hatte der Hilfsdienst 20 Aktive aus sechs Ortsgruppen mobilisiert, um die Bäume sicher auf den Tiefladern zu verstauen und nach Berlin zu schaffen. Die beiden Schwarzwälderinnen werden vom THW vor der Landesvertretung Baden-Württemberg und vor dem Amtssitz der Berliner Polizeipräsidentin aufgestellt.

Für Bürgermeister Toni Huber war es ein besonderer Tag. "Wir fühlen uns sehr geehrt, dass der Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker die Bäume nach Berlin liefern darf und er uns dazu erwählt hat, man weiß nun, dass ein Stück Baden, ein Stück Weisenbach in Berlin steht." Seit Ostern steht Weisenbach als Lieferant der beiden Bäume fest. Zusammen mit Revierleiter Dietmar Wetzel wurden diese ausgesucht. Whittaker bedankte sich bei der Gemeinde Weisenbach. "Es ist eine Gemeinde, in der das Ehrenamt und der Zusammenhalt einen hohen Stellenwert haben."

"Es ist eine besondere Ladung", meinte Jonas Allgeier. "Der Baum muss so fixiert werden, dass er keine Gefährdung des Straßenverkehrs darstellt, aber so sanft, dass er in der vollen Pracht in Berlin ankommt." Der Baum für die Landesvertretung soll 14 Meter hoch sein, sein Stammdurchmesser maximal einen halben Meter betragen. Er stand am Samstagmorgen noch vor dem ehemaligen Kindergarten in Au und damit in Reichweite der beiden Großkräne. Mit dem kleineren Kran wurde Revierleiter Dietmar Wetzel in einem Korb in die Höhe des Baumes gebracht, wo er von ihm für das Heben mit dem großen Kran vorbereitet wurde. Bevor Wetzel die Tanne absägte, brachte er den Stammdurchmesser mit senkrechten Schnitten auf das richtige Maß. Die Aktion verlief problemlos, und nach kurzer Zeit war die Tanne auf dem Tieflader befestigt, die Äste festgezurrt und fertig zum Abtransport.

Das zweite, kleinere Exemplar mit zwölf Metern Länge war nicht so einfach zu schlagen. Er stand im Garten von Albrecht Debelt in der Jakob-Bleyer-Straße. Das Anhängen an den Kran war nicht einfach, denn die Seile durften das Geäst nicht beschädigen. Doch mit der nötigen Vorsicht wurde die Aufgabe bewältigt, der Baum auf dem Tieflader gesichert. Am 28. November wird er für die Landesvertretung in einer Feierstunde illuminiert. Eine Delegation aus Weisenbach und ein schnell zusammengestelltes Projektorchester mit Aktiven des Musikvereins Weisenbach und der Musikkapelle Au werden das Murgtaldorf repräsentieren.

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