Jugend-Präventionsarbeit

Jugend-Präventionsarbeit

Gernsbach (red) - Einen Informationsbesuch stattete die CDU Gernsbach dem örtlichen Polizeiposten ab. "Wir wollen uns über die Sicherheitslage und die Arbeit der Polizei informieren und Anregungen für die Kommunalpolitik gewinnen", erklärt Stadträtin Christine Winkelhorst in einer Mitteilung.

Für CDU-Vorsitzenden Dirk Preis, selbst Polizeibeamter, gehöre es "zu den natürlichen Aufgaben der Kommunalpolitik, sich mit der lokalen Sicherheitslage zu befassen". Stadtrat Dr. Eckehard Hilf: "Die Verlegung des Gernsbacher Polizeipostens vom Hinterhof in der Bleichstraße in das frühere Bahnhofsgebäude war eine gute Weichenstellung." So sei der Polizeiposten gut sichtbar und gut erreichbar. Eine deutliche Verbesserung und eine hilfreiche optische Präsenz, ergänzt Dirk Preis.

Der Gernsbacher Posten ist zuständig für die Gemeinden Gernsbach, Forbach, Weisenbach und Loffenau. Damit betreut er eins der flächenmäßig größten Gebiete und gehöre zu einem der am meisten beanspruchten Posten im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums Offenburg, wie Jörn Hinrichsen, Leiter des Polizeireviers Gaggenau, erläuterte: "Die Flächenausdehnung vom Kaltenbronn bis zur Nachtigall ist gerade für die Verkehrsüberwachung und Einsätze bei Unfällen - insbesondere während der Motorrad-Saison - eine Herausforderung."

Zusammen mit dem Leiter des Gernsbacher Postens, Michael Metz, informierte der Polizeichef aus Gaggenau die Kommunalpolitiker aus erster Hand. Von Januar bis Mitte Februar waren ihm zufolge bereits mehr als einhundert Fälle zu bearbeiten. Dabei, so Hinrichsen, sei die normale Besetzung mit acht Beamten derzeit nicht gegeben. Überdies müssten die Gernsbacher Beamten auch für Einsätze der Alarmhundertschaft bereitstehen. Die CDU-Kommunalpolitiker und Stadtratskandidaten bekamen auch einen Überblick zu den polizeilichen Straftat-Statistiken im Landkreis Rastatt - von Körperverletzung, Diebstahl bis Umweltkriminalität.

Drei-Säulen Konzept



der Polizei

Auch lokale Themen wurden erörtert, informiert die CDU weiter. So sprach Stadtrat Stephan Iding die Stadtmitte an. "Der Salmenplatz bleibt unter Beobachtung", betonte Revierleiter Hinrichsen, verwies jedoch auf die Aufgaben der Ortspolizeibehörde (sprich Stadtverwaltung), die ebenfalls in diesem Bereich tätig sind. Reichentals Ortsvorsteher Bernhard Wieland: "Das Angebot und die Betreuung für Jugendliche müssen wir verbessern, das ist der Schlüssel."

Auch Manuel Daum und Dr. Axel Schulz wollten mehr vorbeugende Arbeit sehen. Revierleiter Hinrichsen erläuterte das Drei-Säulen Konzept der Polizei: Das Einbeziehen der Eltern und Nachbargespräche in der ersten Säule, Präsenz und Sichtbarkeit in der zweiten Säule und als drittes tragendes Element die Jugendsozialarbeit. Dennoch bleibe die Jugendarbeit ein zentraler Aufgabenpunkt für die Gernsbacher Polizei. Ein weiterer Jugendsachbearbeiter werde die Gernsbacher Polizisten künftig dabei unterstützen. Mit Präventionsveranstaltungen soll vorgebeugt werden, damit Straftaten erst gar nicht entstehen. "Das unterstützen wir, das ist ein richtiger Ansatz", meinte Maren Schmidt-Peker, selbst Mutter von drei Kindern.

Landtagsabgeordnete Sylvia Felder dankte den Polizeibeamen für ihren Dienst und betonte, dass Übergriffe auf die Hilfsorganisationen schärfer geahndet werden müssen. "Wir müssen zügig die Personalstärke in Gernsbach auf die im Stellenplan verankerte Zahl bringen", forderte die Landespolitikerin, die auf die Ausbildungszahlen der Landespolizei verwies. In Gaggenau findet am 6. März eine Informationsveranstaltung zu den Möglichkeiten des Polizeiberufs statt.

Auch die Verkehrserziehung bindet Kapazitäten der Gernsbacher Polizei. Junge Fahrradfahrer müssen geschult und auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorbereitet werden. Hier könnte eine Entlastung geprüft werden, schlug Manuel Daum, Mitglied des Gernsbacher CDU-Vorstands, vor: "Damit mehr Kapazität für die eigentliche Polizeiarbeit bleibt."

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