Wo Sport und Natur eng verbunden sind

Wo Sport und Natur eng verbunden sind

Von Stephan Juch

Loffenau/Gernsbach - "Was gibt es Schöneres als zu fliegen? Fliegen in wunderschöner Natur!" Diese Feststellung traf Bürgermeister Markus Burger gestern Nachmittag bei der Einweihung der neuen Infotafel am Startplatz West bei der Teufelsmühle. Und der Loffenauer Schultes weiß, wovon er spricht: Beim 40-Jahr-Jubiläum des örtlichen Drachen- und Gleitschirmclubs (DGL) wagte er im Jahr 2017 selbst einen Tandemflug. "Es war toll", erinnerte er sich vor zahlreichen Gästen, die am Freitag zu den Teufelsfliegern gekommen waren, um der Enthüllung der neuen Tafel beizuwohnen.

Sie wurde vom Sicherheitsreferenten des DGL, Torsten Fieg, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hängegleiterverband (DHV), Vertretern des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und in Übereinstimmung mit den Richtlinien des Naturschutzes erarbeitet und gestaltet. Sie informiert Gleitschirmflieger und Besucher über den lautlosen Flugsport, die Besonderheiten der Region, des Fluggebiets und gibt Hinweise auf die Flora und Fauna rund um die Teufelsmühle. Der dortige Startplatz West ist der zweite nach dem Merkur, wo eine solche Infotafel Platz gefunden hat, sagte Lilli Wahli. Sie ist Projektmanagerin beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und dort zuständig für den Bereich Sporttouristik. Der Naturpark sei bestrebt, Sportler zu sensibilisieren und naturverträglich zu lenken. Dafür hat man ein entsprechendes Konzept entwickelt, das nun auf der Teufelsmühle umgesetzt wird. Bei dem Pilotprojekt haben alle - Naturpark, der DHV, die Teufelsflieger, Forst, Naturschutz sowie die Gemeinde Loffenau und die Stadt Gernsbach - zusammengearbeitet, um einen "optimalen Startplatz zu entwickeln", erklärte Wahli.

Dieses Dankeschön betonte auch Hans-Wolfram Obst, Vorsitzender der Teufelsflieger: "Es war unser Bestreben, auf unserem Hausberg ein naturverträgliches Angebot für Sportler zu schaffen. Die Teufelsmühle hat dadurch eine touristische Aufwertung erfahren." Dass dies bestens gelungen ist, bestätigte Björn Klaassen. Der Referent Fluggelände, Naturschutz und Luftraum beim DHV nannte es "überhaupt keine Selbstverständlichkeit", dass ein solches Gelände als Startplatz zur Verfügung gestellt wird: "Vielen Dank, dass ihr so einen tollen Job macht hier oben." Auch Friedebert Keck, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Gernsbach, auf deren Gemarkung der Startplatz West liegt, lobte das Gesamtprojekt als vorbildlich.

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