Entwicklungsperspektiven für die Stadtmitte

Entwicklungsperspektiven für die Stadtmitte

Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Wer gedacht hatte, der Gemeinderat in alter Besetzung lässt es so langsam ausklingen, hat sich getäuscht. Auf der Tagesordnung für die nächste öffentliche Sitzung am kommenden Montag gibt es einige bedeutende Punkte. So zum Beispiel zum Thema "Stadtmitte Gaggenau".

Bereits im Herbst 2018 hatte der Gemeinderat Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungsplangebiete "Innenstadt-Bahnhof" und "zwischen Hilda- und Luisenstraße, südlich der Leopoldstraße" gefasst. Da diesen laut Verwaltung "städtebaulich wertvollen innerstädtischen Flächen" eine hohe Bedeutung bezüglich der künftigen Bebauung zukommt, hatte die Projektgruppe "Stadtkernsanierung und Stadtentwicklung" im November 2018 die Ausschreibung "Mehrfachbeauftragung Stadtmitte" unter mehreren Stadtplanungsbüros empfohlen. Ebenfalls in die Überplanung mit einbezogen werden sollte der wichtige Verbindungsbereich zwischen Bahnhof und Hauptstraße.

Die Architekturbüros haben sich von Ende Januar bis Anfang April mit der Ausarbeitung von Vorentwürfen für eine zukunftsfähige städtebauliche Entwicklung der drei Quartiere befasst. Im Rahmen einer weiteren Projektgruppensitzung gab es am 9. April die Endpräsentation und Bewertung der Arbeiten.

Die Verwaltung spricht in der Sitzungsvorlage von "qualitativ hochwertigen Arbeiten", von denen die Arbeiten einer Architektengemeinschaft aus München und Stuttgart mit ihrem Gesamtkonzept die größten Entwicklungsperspektiven für die Stadtmitte aufgezeigt hätten. In der Vorlage heißt es: "Flexibel und in schrittweise umsetzbaren Bauabschnitten könnten demnach - anhand dreier unterschiedlicher Identitäten - vielfältige urbane Nutzungsangebote verwirklicht werden." Fachberater Professor Matthias Hähnig aus Tübingen wird in der Sitzung am Montag das Juryergebnis präsentieren.

Die Wettbewerbsarbeiten sind übrigens Gegenstand einer öffentlichen Ausstellung. Sie wird unmittelbar vor Sitzungsbeginn eröffnet und kann bis zum 12. Juni im Rathaus während der üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die geplante Umgestaltung der Murguferanlage. In der Sitzung soll die entsprechende Planung vorgestellt werden. Verwaltung, Gemeinderat sowie vielen Bürgern sei es bereits seit geraumer Zeit ein Anliegen, die Murg "als lebendiges Gestaltungselement in die Stadt und Parklandschaft mit einzubeziehen und erlebbar zu machen". Die Umweltabteilung beschäftige sich seit 2018 mit der Planung, die Parkanlage an der Murg (hinter City-Kaufhaus bis zum Parkhotel) zu öffnen und als attraktive Aufenthalts- und Freizeitfläche umzugestalten. Das Ufer der Murg solle lebendig und erlebbar werden.

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