Sorgenkind Josefshaus

Sorgenkind Josefshaus

Forbach ( rag / mm) - Wichtigster Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung des Pfarrgemeinderats der katholischen Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach war die Vorstellung der Gebäudenutzungskonzeption durch die Mitarbeiter der Hein-Consulting. Um der Kirchengemeinde Optimierungen aufzuzeigen, war zunächst eine Bestandserfassung aller Gebäude und Flächen nötig.





In der Erfassung sind die Betriebskosten dargestellt. Geben die Kirchen und Immobilien in Gausbach, Langenbrand, Bermersbach und Weisenbach keinen oder nur geringen Anlass zur Kritik, ist in Forbach das Josefshaus ein Sorgenkind der Kirchengemeinde. Das Dach des Gebäudes ist renovierungsbedürftig, Heizung und Lüftung sind veraltet und die gesamte Technik muss erneuert werden.

Bei der Präsentation der Bestandserfassung wurde deutlich, dass die verwendeten Pläne, auf der diese basierten, nicht auf dem aktuellsten Stand waren. So war beispielsweise der Umbau der Schwesternwohnung zu Gruppenräumen im Forbacher Kindergarten darin noch nicht aktualisiert, erläuterte Pfarrer Thomas Holler auf Nachfrage. Die Mitarbeiter der Hein-Consulting hatten diese Unterlagen von der Erzdiözese Freiburg angefordert. Einige der gezogenen Schlüsse seien daher so nicht haltbar, war bei der Versammlung zu hören.

Wird die Zahl der Katholiken zu den genutzten Immobilien ins Verhältnis gesetzt, so hat Forbach deutlich zu viel Flächen. Dies sei den vorhandenen Gebäuden geschuldet. In anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit seien die Vorgaben lediglich moderat überschritten, so Pfarrer Holler.

Dass der Vorschlag, für das Josefshaus eine andere Verwendung zu finden, auch ein Verkauf gehört dazu, nicht auf Gegenliebe stoßen wird, war den Mitarbeitern der Beraterfirma klar. Sie empfehlen den Ratsmitgliedern, auch an die Zukunft zu denken. Die Seelsorgeeinheiten würden größer und die lokalen Zuständigkeiten daher abnehmen.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Klaus Mungenast monierte in der Sitzung die auf fehlerhaften Unterlagen beruhende Bestandsaufnahme und bemängelte die Kosten. Auch ist für ihn die negative Einschätzung des optimal renovierten Forbacher Kindergartens unverständlich. Pfarrer Thomas Holler ist der Meinung, dass die Seelsorgeeinheit ihre Hausaufgaben gemacht habe. Einige Liegenschaften wurden bereits verkauft, erläuterte der Geistliche auf Anfrage. Dazu zählen das Forbacher Eulenfelsenhaus, das Christophorusheim in Bermersbach und das Weisenbacher Belzerhaus. Mit den Verkaufserlösen sei die Sanierung anderer Gebäude der Kirchengemeinde mitfinanziert worden. Eine Gebäudekonzeption ist Voraussetzung für künftige Baugenehmigungen seitens der Erzdiözese. Die meisten Gebäude in der Seelsorgeeinheit seien in einem guten Zustand.

"Wir kommen daran nicht vorbei, wir brauchen ein Zukunftskonzept. Wir wollen das Josefshaus halten", macht Pfarrer Holler deutlich. Das Josefshaus gehöre zur Forbacher Pfarrgemeinde und deren Geschichte.

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