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Spannende Begegnungen auf wackligen Booten
Geschicklichkeit und Stehvermögen sind erforderlich, um den Kontrahenten vom Boot ins Quellloch zu befördern.  Foto: Greß
31.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Matthias Greß

Iffezheim - Bei wunderschönem Sommerwetter hatte Friedhelm Schneider erneut die Recken im Rahmen des Fischerfests am Iffezheimer Quellloch zum traditionellen Fischerstechen um sich geschart. Sein Schlachtruf "Ab in die Mitte!" machte den Weg frei, sich mit dem Kontrahenten zu messen.

Anders als man es sich in einem Renndorf denken könnte, ging es nicht darum, seinen Gegenspieler aus dem Sattel edler Vierbeiner zu heben, sondern darum, ihn aus einem nussschalenartigen Schlauchboot zu schubsen. Diese waren heuer mit einem passgenauen Holzboden ausgestattet worden, um den Kämpen einheitliche Bedingungen zu bieten.

Ganz galante Kavaliere wollten die Kämpfer der Jahrgänge 1994 und 1995 dem Weibsvolk von "Be in Motion" und des Turnvereins kein Leid zufügen und ließen sich bei der ersten "Feindberührung" elegant in das mit 23 Grad Celsius angenehm temperierte Wasser gleiten. Mit viel Glück plumpste der Knappe von "Lieber im Pool" nach gegnerischen Treffern immer wieder ins eigene Boot, bevor es ihm mit einem Stoß gelang, den "Agganer" ins Nass zu befördern.

Alle Zaubertränke und Hexenkünste versagten an den Ufern des Quelllochs und die Iffezheimer Rheinwaldhexen sanken schon im ersten Duell ermattet in die Fluten. Trotz enormen Stehvermögens musste sich die Tänzerin von "Be in Motion" in der zweiten Runde der radikal verjüngten Mannschaft des Männergesangvereins (MGV) geschlagen geben. Beim Frontalaufprall mit dem Vertreter des Jahrganges 1991 hatten die Turnerinnen keine Chance.

Der anstürmenden Masse des Jahrgangs 1994 zog die Mannschaft "Lieber im Pool" lieber das Quellloch vor und schied aus. Der durch zig gewonnene Turniere mit allen Wassern (selten vom Quellloch) gewaschene Vorjahressieger des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) machte kurzen Prozess mit den Pfeilewerfern des Dart-Clubs.

Nach einem spannenden Wettkampf musste sich der Minnesänger vom MGV im ersten Halbfinale der Kraft des Leichtathleten-Jahrgangs 1991 beugen. Noch spannender gestaltete sich der Schlagabtausch zwischen OGV und Jahrgang 1994, der zeit- und kraftraubend hin und her wogte. Schlussendlich setzte sich die große Kampferfahrung gegen alles, was die '94er in die Waagschale zu werfen hatten, durch. Die gewichtigen Argumente der '94er reichten aus, um den MGV im kleinen Finale auf Platz vier zu verweisen.

In einem Finale, das wahrhaft seinen Namen verdiente, schlugen die Kämpen des Jahrgangs '91 und des OGV die zahlreichen Zuschauer in ihren Bann. Das Schlachtenglück neigte sich mal dem einen, mal dem andern zu. Aber wie schon im Halbfinale obsiegte der immense Erfahrungsschatz über das jugendliche Ungestüm und Simon Nold verteidigte erfolgreich den Vorjahrestitel. Nach dem dritten Sieg wird der Wanderpokal nun seine endgültige Heimstatt im Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins finden.

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