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Neuer Elan nach schöpferischer Pause
Mit besten Zutaten und viel Herz backen die Frauen für gute Zwecke. Diesmal haben sie Verstärkung aus Syrien.  Foto: F. Vetter
25.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Sebastian Linkenheil

Rastatt - Die Adventsbäckerinnen der katholischen Frauengemeinschaft von St. Alexander in Rastatt heizen wieder die Öfen an. Nach einer schöpferischen Pause im vergangenen Jahr sind sie diese und kommende Woche mit neuem Elan an der Arbeit: Die Regale biegen sich fast unter der süßen Last von Zimtsternen, großen und kleinen Linzertorten, Spritzgebäck und Springerle. Hildabrötle und andere Spezialitäten kommen noch dran.

Gleich geblieben ist die Idee, feines Weihnachtsgebäck, dekorative Basteleien, Selbstgenähtes (sehr praktische Taschen zum Kuchentransport) und Eingekochtes zugunsten verschiedener sozialer Zwecke zu verkaufen. Das Wie haben die Frauen aber dieses Jahr etwas abändern müssen.

"Die Arbeit macht uns nach wie vor viel Freude", unterstreicht Gabriele Skornia, aber die Hände, die sie tun, würden leider weniger. Einige der insgesamt 20 bis 25 Frauen (es helfen auch zwei, drei Männer mit) sind nicht mehr die jüngsten, ein paar fleißige Helferinnen können dieses Jahr schon gar nicht mehr dabei sein. Deshalb würden sich die Bäckerinnen, Bastlerinnen und Näherinnen über Verstärkung freuen: Frauen und Männer sind gleichermaßen willkommen. Auch wer nicht lange am Backtisch stehen kann, findet eine Aufgabe. Zum Beispiel beim Verpacken der Ware in Tüten oder beim Binden von Schleifen. Da kann man gemütlich sitzenbleiben und ein paar Tage kreativen Schaffens in netter Gemeinschaft erleben. Zwei junge Neu-Rastatter sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei: der 18-jährige Elias Kabsoun und sein ein Jahr jüngerer Bruder Sezar. Zwei Syrer, die zurzeit ein Praktikum bei der Pfarrgemeinde absolvieren.

Die Ehemänner der Bäckerinnen drehen derweil nicht Däumchen, sondern halten die Truppe mit ihren Kochkünsten bei Laune. "Ohne das Mittagessen wären wir nicht so motiviert", lacht Gabriele Skornia.

Eine Neuerung ist, dass der Verkauf nur noch an einem einzigen Termin stattfindet: Am Samstag, 2. Dezember, von 8.30 bis 17 Uhr im Gemeindehaus in der Murgstraße 3. Dann gibt es auch einen kleinen Basar und eine Cafeteria mit süßen und herzhaften Snacks. "Die Sortenauswahl an Weihnachtsgebäck und die Gesamtmenge haben wir etwas reduziert", sagt Skornia, übrigens gelernte Bäckerin und Konditorin. Und: Es wird nicht mehr auf Bestellung gebacken. Einen Verkauf auf der Kirchentreppe wird es dieses Jahr ebenfalls nicht geben. Nur so sei es noch möglich, die über 40-jährige Tradition am Leben zu halten.

Dass die Bäckerinnen nur beste Zutaten verwenden, ist Ehrensache. Für Linzertorten und Hildabrötle etwa schwören sie auf eine ganz bestimmte Marmeladenmarke aus dem Schwarzwald. Rund 60 Kilo Zucker, 70 Kilo Mehl und 400 Eier haben sie schon "verbacken", rechnet Mesnerin Stephanie Maciej vor. Auch sie hat das Bäckerhandwerk gelernt. Gleich geblieben ist, dass der Erlös der Aktion verschiedenen guten Zwecken zuteil wird. Jede Teilnehmerin kann dabei Vorschläge einbringen, denn jeder liegt etwas anderes am Herzen. Das kann ein Kinderkrankenhaus in Bethlehem sein (der Ursprung des Engagements der Frauengemeinschaft). Aber auch vor Ort kennen die Frauen genug Menschen, die Hilfe nötig haben.

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