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Fleischversorgung ist längst nachrangig geworden
Prachtexemplare in großer Zahl zeigen die Kaninchenzüchter bei der Kreisschau in Durmersheim.  Foto: Heck
28.11.2017 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Als 1907 Besitzer von Kaninchen in Durmersheim den Zuchtverein C 247 gründeten, ging es um eine Notwendigkeit. Inzwischen ist die Selbstversorgung mit Fleisch nachrangig geworden. Heutzutage sei es "eine Freizeitgestaltung und eine Liebhaberei", stellte der Vorsitzende Franz Karabensch in einem Grußwort zur Kreiskaninchenschau fest, die der Verein anlässlich seines 110-jährigen Bestehens am Wochenende ausrichtete. In der Ausstellung präsentierten gut 40 Züchter aus etwa einem Dutzend Vereinen rund 200 Kaninchen.

Genau 196 Tiere nahm ein vierköpfiges Preisrichtergremium in Augenschein. An dieser Zahl lasse sich der starke Rückgang der Kaninchenzucht ablesen, stellte Ausstellungsleiter Gerhard Essig fest. Vor zehn Jahren, als der Verein im Rahmen seiner 100-Jahr-Feiern ebenfalls Gastgeber der Kreisschau war, habe man noch 540 Tiere vorstellen können. Auflagen und Bürokratie schränkten die Tierhaltung immer mehr ein, bedauerte Essig, der dem Kleintierzuchtverein Au am Rhein für Mithilfe bei der Kreisschau dankte.

Kaninchenzucht bedeute "täglich Arbeit und Zeit zu investieren", zollte Bürgermeister Andreas Augustin dem Engagement der Halter Anerkennung. Ihr Hobby erfordere Tierliebe und Sorgfalt und trage zum Erhalt wertvollen Erbguts zur genetischen Vielfalt der Kaninchen bei, schrieb Augustin in seinem Grußwort. Die Kreisschau stellte dies mit 49 Rassen und Farbschlägen unter Beweis.

Augustin besuchte am Samstag den Züchterabend, zu dem der Vorsitzende Karabensch in der vereinseigenen Gaststätte auch den Vorsitzenden des Landesverbands Badischer Rassekaninchenzüchter, Jörg Hess, und die Vorsitzende des Kreisverbands Rastatt, Angelika Reuter, begrüßen konnte. Während Hess auf den erzieherischen Wert für Kinder und Jugendliche hinwies, den die Pflege von Tieren darstelle, machte Reuter Beiträge zur Landschaftspflege geltend. Man ernte Heu, Stroh und Grünfutter auf Wiesen und helfe somit, deren Bestand zu sichern.

Im Mittelpunkt des Züchterabends standen Siegerehrungen. Jeweils zweifache Kreismeister wurden: Franz Karabensch, Adolf Knöthig (beide Durmersheim, Rudi Leppert (Bühlertal), Angelika Reuter (Rastatt), Michael Möst (Kuppenheim) und Detlef Kammann (Rastatt). Je einen Kreismeistertitel errangen Reiner Huck, Alfredo Posabella, Marco Wiedenmann, Barbara Weber, Gudrun Schick-Wiedenmann (alle Gaggenau), Alexander Weber, Hildegard Weber und Karl-Heinz Weber (alle Bermersbach), Melanie Dresel, Gemeinschaft Häfele, Helmut Senser, Adolf Büchel (alle Iffezheim), Ulrich Prengel und Florian Hirsch (Bischweier), Alexander Jeckel, Hans-Jürgen Zoller (beide Rastatt), Sonja und Gerhard Essig, Dirk Karsch (alle Durmersheim), Thomas Thran und Jürgen Hertweck (beide Au am Rhein), Wolfgang Bleich (Baden-Baden), Uwe Hecktor (Elchesheim-Illingen), Hans-Peter Egner (Bühlertal) und Walter Mühlfeit (Sandweier).

In sechs Rassekategorien, die von "Groß" bis "Kurzhaar" reichten, wurden als Züchterkönige gekürt: Reiner Huck, Franz Karabensch, Karl-Heinz Weber, Michael Möst, Detlef Kammann und Adolf Büchel. Michael Möst wurde außerdem für die besten Einzeltiere und die beste Sammlung ausgezeichnet.

Den Vereinspokal des Kreisverbands gewann der Kaninchenzuchtverein Iffezheim, zweiter Pokalsieger wurden die Gastgeber. Sonderehrenpreise des Bürgermeisters durften Rudi Leppert und Ulrich Prengel in Empfang nehmen. Bei der Vergabe der Note "Vorzüglich" für entsprechende Zuchtergebnisse waren etliche der Genannten abermals erfolgreich, zudem Ulrich Hültenschmidt aus Loffenau.

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