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Geschichtsträchtiger Boden?
Eidechsen werden auf dem künftigen Edeka-Gelände mit Hilfe eines Plastikfolienzauns eingesammelt. Der Gemeinderat hat indessen den Bebauungsplan verabschiedet.  Foto: Heck
29.11.2017 - 00:00 Uhr
Elchesheim-Illingen (HH) - Der Bebauungsplan für den Edeka-Markt steht bereit. Seine Erstellung wurde am Montagabend vom Gemeinderat ohne weitere Diskussion mit dem einstimmig gefassten Satzungsbeschluss abgeschlossen. Vor der Abstimmung mussten noch die Stellungnahmen abgewogen werden, die während der zweiten Offenlage eingegangen waren.

Die erste Anhörungsrunde war im Juli behandelt worden. Während damals noch Einwendungen von Bürgern vorgelegen hatten, gab es dieses Mal keine einzige Eingabe von privater Seite, sondern nur Empfehlungen und Hinweise von Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange.

Die Anregungen führten im Planwerk zu keinerlei Änderungen. Christoph Traub vom Planungsbüro SI Ingenieure ging in der Sitzung auf eine Mitteilung des Landesamts für Denkmalpflege näher ein. Die Behörde wies darauf hin, dass im näheren Umfeld des Baugeländes im Friedhofsbereich im zwölften Jahrhundert eine Vorläufersiedlung von Elchesheim und eine Kirche gegeben haben könnte. Sollte bei Verwirklichung des Neubauvorhabens "archäologische Substanz" zutage treten, möge diese erhalten werden.

Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. Wie aus den Unterlagen ersichtlich war, wurde eine amtliche Wortmeldung mit dem Vermerk "Ablehnung" zurückgewiesen. Es handelte sich um eine Stellungnahme des Amts für Baurecht und Naturschutz der Kreisverwaltung. Mit ihr wurde wie schon bei der ersten Anhörung bemängelt, dass das Areal des Markts angesichts seiner "exponierten Lage" eine Begrünung erhalten soll, die als "nicht ausreichend" erachtet werde. Der "massive Baukörper des Markts" werde den Wuchsraum der Eingrünung "scharf begrenzen". Der Pflanzstreifen für Bäume und Sträucher sollte mindestens acht Meter breit sein.

Die Forderung wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass der Einkaufsmarkt "für Besucher durchaus erkennbar" bleiben müsse. Die geplante Begrünung, zu der 34 Hochstammbäume gehören sollen, wurde in der Erwiderung der Gemeinde als "wirksam" verteidigt.

Ferner kritisierte das Amt, dass Maßnahmen zum Schutz von Eidechsen ohne Absprache mit der zuständigen Behörde durchgeführt worden seien. Traub räumte ein "Abstimmungsproblem" ein, versicherte aber, dass alles korrekt gemacht worden sei und die Reptilien "alle wohlauf" seien. Bei Ausgleichsmaßnahmen wurde Traub zufolge einem Wunsch der Behörde entsprochen und neben der Umwandlung von Ackerland in Wald im Gewann "Spichtäcker" zusätzlich ein weiteres Projekt aufgenommen.

Eine Nachfrage von Monika Balthazaar bezüglich einer Ausgleichsmöglichkeit am Braungießenweg ergab, dass diese für den Edeka-Markt nicht in Anspruch genommen werde. Rechnungsamtsleiter Klaus Weisbrod berichtete, dass man stattdessen dank der Bereitschaft von Gemeinderat Albert Kottler (CDU) auf von ihm seit vielen Jahren landwirtschaftlich genutztes Pachtland der Gemeinde in Nähe des Hundesportplatzes zurückgreifen könne.

Nach der Verabschiedung des Bebauungsplans stimmte der Gemeinderat auch dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrags über Ausgleichsmaßnahmen mit dem Landkreis zu. Zu diesem Punkt, der auf der Tagesordnung nicht ausgewiesen war, gab es keine Erläuterungen außer einer Anmerkung des Kämmerers zu einer Sitzgruppe. Diese war vom Landratsamt offenbar an einem Weg verlangt worden, an dem Bäume gepflanzt werden müssen. Für ein solches Ansinnen gebe es keine rechtliche Grundlage, erteilte Weisbrod eine Absage.

Man habe sich erlaubt, den Passus aus der Vereinbarung zu streichen. Die Aufstellung einer Sitzgruppe könnte allenfalls freiwillig erfolgen. Der Gemeinde werde allein durch das Monitoring, das für Ausgleichsflächen 15 Jahre lang regelmäßig nachgewiesen werden müsse, stark in die Pflicht genommen.

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