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Trend zu Urnengrabstätten nimmt zu
Ein 'Sternengarten' als Kindergrabfeld könnte neben der Aussegnungshalle auf dem Iffezheimer Friedhof entstehen.  Foto: Merkel
07.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Iffezheim - Welche alternativen Bestattungsmöglichkeiten kann der Iffezheimer Friedhof bieten? Damit beschäftigte sich der von der Gemeinde beauftragte Landschaftsarchitekt Leopold Sztatecsny vom Planungsbüro interplan aus Kuppenheim. Am Montagabend stellte er die Pläne im Rahmen der Bauausschusssitzung der Öffentlichkeit im Bürgersaal des Rathauses vor. Seine Ideen: Urnenbaumgräber, eine Urneninsel und ein Kindergrabfeld.

"Der Trend nach Urnengrabstätten nimmt eindeutig zu. Mehr Vielfalt würde damit auf dem Friedhof entstehen", schildert Sztatecsny seine Pläne. Schätzungen zufolge würden sich die Kosten der vorgestellten Planung auf rund 64500 Euro belaufen.

Um eine naturnahe Bestattungsform handle es sich bei den Urnenbaumgräbern, schilderte Sztatecsny. Allerdings sei es bei dieser Form nicht möglich, das Grab individuell zu gestalten, merkte er an. "Es würden Bäume gepflanzt werden und Steinplatten mit den Namen sowie Daten würden um diese platziert werden - in etwa so, wie die Blätter von den Bäumen fallen." Damit könnten rund 43 neue Plätze errichtet werden. Ein Problem, dass die Wurzeln der Bäume die Platten anheben könnten, sieht der Landschaftsarchitekt indes nicht.

Pflegeintensiver, dafür aber auch individueller gestaltbar seien die Urneninseln. "Damit würden Flächen geschaffen werden, die Gärtner pflegen", erklärte Sztatecsny. Knapp 46 neue Bestattungsplätze könnten damit geschaffen werden. Auf viel Zuspruch stieß die Idee des "Sternengartens" als Kindergrabfeld an der Aussegnungshalle. "In diesem Bereich sollte eine gewisse Harmonie entstehen und eine angenehme Stimmung hergestellt werden", beschrieb er das Ziel des Feldes. Einzig bei der Belagsgestaltung, ob Rasen oder steiniges Material, waren sich die Räte nicht ganz einig. Da es sich bei der Präsentation um "erste Ideen" handelte, wie Bürgermeister Peter Werler klar machte, sei bei den finalen Ausführungen noch Spielraum vorhanden.

Für Jürgen Heitz (SPD) war es wichtig, dass der komplette Friedhof überplant werde und dabei aber auch Freiräume gelassen werden, um auch in Zukunft auf neue Trends einzugehen. "Wir müssen weiterdenken", empfand ebenfalls Manfred Weber (FWG). Auch Hubert Schneider (CDU) plädierte für eine komplette Überplanung. Bürgermeister Werler fasste zusammen: "Der Friedhof soll insgesamt überplant werden, und dabei muss geschaut werden, wo sich was anbietet. Auch die Trends sollen weiterhin in Betracht gezogen werden."

Das Büro interplan erhielt einstimmig den Zuschlag zur Überplanung der Friedhofsanlage. Im Haushalt 2018 sind für die Planungen Mittel in Höhe von 10000 Euro eingestellt.

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