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Einst Reithalle, bald Reifenmontagedienst
Der Reitstall am Ende der Zeppelinstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Das Areal soll dem Gewerbegebiet Nordwest einverleibt werden, die Pferdekoppeln nicht. Foto: H. Heck
09.03.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Keine Pferde mehr auf den Koppeln, kein Wiehern mehr in den Ställen. Im Reitsportzentrum "Rhein Aue" wird nicht mehr geritten. Allem Anschein nach stehen die Gebäude am Ende der Zeppelinstraße im Gewerbegebiet Nordwest leer. Die Tiere seien fort, wurde am Mittwoch im Gemeinderat bestätigt, das Anwesen sei verkauft. Der neue Besitzer will es offenbar für unternehmerische Aktivitäten anderer Art verwenden. Eine große Mehrheit im Ratsgremium hat nichts dagegen.

Der Reitstall war bisher baurechtlich als Sondergebiet für Pferdehaltung ausgewiesen, beschrieb Ortsbaumeister Hans-Martin Braun den Ist-Stand. Der Status soll in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden. Die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans wurde in Aussicht gestellt, die Kosten des Verfahrens soll der Antragsteller übernehmen. Er habe dieser Forderung bereits zugestimmt, war in der Sitzungsunterlage zu lesen. Außerdem wurde in dem Papier berichtet, dass in der Reithalle ein Reifenmontagedienst einziehen soll. Über die Verwendung der weiteren Baulichkeiten wurde nichts mitgeteilt.

Die formale Umwandlung des Sondergebiets sahen Ralf Pinkinelli (BuG) und Frank Möhrle (FWG) als unproblematisch an. Die direkte Nachbarschaft sei ja Bestandteil des Gewerbegebiets "Nordwest", das durch die Hinzunahme des Reitstallareals lediglich abgerundet werde, meinte Pinkinelli. Das Ansinnen entspreche dem Gebietscharakter, erklärte Möhrle. Werner Hermann (SPD) richtete den Blick auf die Nachbarschaft auf der anderen Seite der Reitsportanlage, wo sich ein Natur- und Vogelschutzgebiet befinde. Hermann stellte infrage, ob man sich mit der Bebauungsplanänderung "einen Gefallen tut". Pinkinelli stellte die Gegenfrage: Was passiert, wenn man ablehnt? Ein Leerstand des Reitsportzentrums könne nicht im Sinne der Gemeinde sein.

Bei der Abstimmung votierten Hermann und sein Fraktionskollege Josef Tritsch gegen das Vorhaben. Den formellen Aufstellungsbeschluss für die Planänderung ließ Bürgermeister Andreas Augustin nicht fassen, es soll zunächst noch der Antrag des Interessenten abgewartet werden.

Die Flurstücke, auf denen sich die Koppeln befinden, gehören nicht zum Projekt. Sie sind Eigentum der Gemeinde und werden wieder an diese zurückgegeben, teilte Augustin auf eine entsprechende Frage Pinkinellis mit.

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