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Wenn der Wald erwacht, ist Rücksicht gefragt
Der Winter ist zu Ende und im Wald wird es langsam wieder grün. Doch auch die Waldbrandgefahr steigt wieder.  Foto: Nestler
07.04.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (red) - Nach der kalten Jahreszeit wird die winterliche Stille im Wald durch erstes Vogelgezwitscher durchbrochen. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Bald wird das winterliche Grau einem frischen Grün weichen, neue Triebe werden sprießen und junge Bäumchen werden aus den Samen des Vorjahres das Licht der Welt erblicken.


Das Forstamt des Landkreises Rastatt gibt einige wichtige Hinweise, die es zum Schutz der Waldnatur zu beachten gilt. Auch gibt es einige Regeln zum besseren Miteinander, denn jeder ist einer Mitteilung aus dem Landratsamt zufolge eingeladen, die Wälder zu erkunden und in ihrer ganzen Fülle zu genießen.

In der Tierwelt beginnt der Kreislauf von Neuem. Neben Rehen und Wildschweinen finden sich in den Wäldern auch seltene Arten wie die Wildkatze, die im südlichen Landkreis vermehrt vorkommt. "In der Setz- und Aufzuchtzeit von März bis Juni sind die Waldtiere besonders empfindlich gegenüber menschlichen Störungen", betont Kay Karius, Leiter des Bühler Forstamts. Waldbesucher sollten deshalb auf den Waldwegen und beschilderten Wanderrouten bleiben und nicht querfeldein den Wald durchstreifen. Ganzjährig nicht zulässig ist das Befahren des Waldes und der Waldwege mit motorisierten Fahrzeugen aller Art, auch mit Elektromotor. Ausnahmen bestehen nur für die forstliche Bewirtschaftung. Das Fahrverbot besteht auch zum Wohle der vielen Wanderer und Biker, die das breite Netz an Wanderwegen nutzen.

Aus Rücksicht auf Fußgänger und Wanderer bittet das Forstamt insbesondere Mountainbiker, sich nur auf zugelassenen Waldwegen mit mindestens zwei Meter Breite zu bewegen. Eine angepasste Geschwindigkeit hilft, Unfälle zu vermeiden. "Gerade Kinder und ältere Menschen reagieren nicht so schnell, wie der eine oder andere Biker sich das vorstellt." Weniger im Bewusstsein ist die erhöhte Waldbrandgefahr im Frühjahr, so Karius. Trockenes Gras und Laub sind vor Neuaustrieb der Bodenvegetation besonders leicht entzündlich. Es genügt oft schon eine weggeworfene Zigarettenkippe, um einen Waldbrand auszulösen. Deshalb ist von März bis Ende Oktober Rauchen und offenes Feuer im Wald und der näheren Umgebung nicht zulässig.

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