http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
30 bis 40 Millionen für Kombibad?
Die Uhr läuft; die Jahre des Natura (hier im Bild) und Alohra sind gezählt. Am Freibad-Standort Schwalbenrain wird das Kombibad gebaut.  Foto: F. Vetter
14.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Grundlegende Beschlüsse gefällt, viele Fragen offen: Es ist noch ein gutes Stück zu gehen nach den Entscheidungen für das Kombibad, die der Gemeinderat am Donnerstagabend in der Reithalle gefällt hat (wir berichteten gestern). Zu den weiteren "Hausaufgaben", wie es OB Jürgen Pütsch formulierte, gehört vor allem auch die verkehrstechnische Anbindung. "Das wird Geld kosten" - zusätzlich zu den Bad-Investitionen; nach "vorsichtigen" Schätzungen rechnet die Stadt inzwischen mit 30 bis 40 Millionen Euro für das Kombibad.

Auf Basis der aktuellen Beschlüsse - 2850 Quadratmeter und damit mehr Wasserfläche, 50-Meter-Becken mit acht Bahnen, Sauna - wird nun das Raumkonzept angepasst und eine neue Kostenschätzung ermittelt. Im vergangenen Jahr ging man noch von um die 25 Millionen aus.

Ein Projektsteuerer soll die Mammutaufgabe künftig managen - Herbert Köllner (FW) hatte das Thema angesprochen, Roland Walter (Grüne) nannte es einen wichtigen Faktor, dadurch Verzögerungen (und damit verbunden Mehrkosten) einsparen zu können. Joachim Fischer (SPD) sieht zudem die Notwendigkeit, dass sich auch der kommunale Haushalt beteiligen müsse und man nicht alles den Stadtwerken auferlegen könne.

Bedauerlich nannte es Niederbühls Ortsvorsteher Klaus Föry (FW), dass man plant, ohne die Fragen der verkehrlichen Anbindung gerade auch für Rettungs- und Schwerlastfahrzeuge sowie Busse geklärt zu haben. Er sieht seinen Ortsteil durch Anlieferverkehr zweier großer Baustellen bedroht - Tunnel und Kombibad. OB Pütsch äußerte Verständnis und erläuterte, dass die Verwaltung parallel zur Badplanung ein Verkehrs- und Parkraumkonzept ausarbeite mit dem Ziel, die Wege- und Straßenführung zu optimieren und eine gute Erreichbarkeit mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Einen entsprechenden Auftrag habe er im Haus erteilt.

Pütsch betonte aber auch, dass hier Probleme anstünden, die ohnehin auch ohne das Kombibad gelöst werden müssten - etwa das der fehlgeplanten, zu niedrigen Eisenbahnbrücke, durch die man auch hindurch muss, wenn man zu den benachbarten Sportstätten will. Mit einer Fertigstellung der Bäderstätte sei für 2023/24 zu rechnen.

Ein weiteres Kombibad-Gestaltungsthema, das noch ausgearbeitet werden muss: die künftige Gastronomie, die nach Ratsmeinung "angemessen" sein und nicht nur aus einer "Frittenbude" bestehen sollte (Herbert Köllner, FW). Ein Gastronom brauche entsprechende Infrastruktur, so Werner Bartel (FuR). Die CDU regte hierzu an, einen privaten Investor an Bord zu holen, der die Gaststätte betreibt. "Wir müssen nicht als Stadt diejenigen sein, die Gastronomie bauen und dann einen Pächter suchen müssen", sagte Mathias Köppel.

Dass die Gastronomie auch die Sauna in der Einrichtung anbinden sollte, empfahl Rolf Piper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bunds, der zu Beginn der Sitzung seine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung potenzieller Saunatypen vorgestellt hatte. Der kleinere Typus - für rund 60 Tagesbesucher mit Saunaraum, Dampfraum und Warmluftraum sowie Abkühlraum, Ruheraum und Saunagarten -, kommt nun zum Zuge, weil die größere Variante auch einen größeren Einzugsbereich bräuchte und sich somit einem intensiven Wettbewerb stellen müsste. Kann man gegen bestehende Einrichtungen im Raum Karlsruhe, Gaggenau (Rotherma) oder Baden-Baden konkurrieren? Das wirtschaftliche Risiko wurde von der deutlichen Ratsmehrheit dann doch als (zu) groß angesehen.

Die CDU hatte im Vorfeld um Klärung gebeten, ob nicht der größere Typ interessant sein könnte und befand nun: "Wir werden mit der Sauna in Rastatt kein Geld verdienen" (Mathias Köppel). Man warne davor, an Stellschrauben zu drehen, die dann Kosten explodieren lassen.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Iffezheim
Unfallflüchtigen in Rastatt geschnappt

13.04.2018
Unfallflüchtigen geschnappt
Iffezheim (red) - Die Polizei hat einen mutmaßlichen Unfallflüchtigen in Rastatt geschnappt. Der Mann stand noch neben seinem beschädigten Auto, als ihn die Polizisten entdeckten. Diese stellten dann auch noch fest, dass der 37-Jährige auch Alkohol getrunken hatte (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Rastatt
Konzept der gemeinsamen Stadt-Streifen modifiziert

13.04.2018
Keine Doppelstreifen mehr
Rastatt (dm) - Wenige Wochen nach Beginn hat die gemeinsame Stadtsicherheitsaktion von Polizei und Stadt, in dessen Zuge "problematische" Örtlichkeiten in der Rastatter Innenstadt bestreift werden, erste Modifizierungen erfahren: Der Personaleinsatz wurde verringert (Symbolfoto: red). »-Mehr
Bühl
--mediatextglobal-- ´Diese Phase habe ich immer erwartet, nun ist sie da´: Bühls Trainer Alexander Hassenstein wartet mit seinem Team noch auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Foto: toto

13.04.2018
Bühl will nicht abreißen lassen
Bühl (red) - Die Bilanz von vier Unentschieden und einer deftigen Heimniederlage ist nicht die eines Spitzenteams. Und doch hat der VfB Bühl immer noch alle Chancen auf die Vizemeisterschaft. Das Team von Trainer Alexander Hassenstein (Foto: toto) empfängt nun RW Elchesheim. »-Mehr
Kuppenheim
--mediatextglobal-- MuKus Mathias Herbst will in der heißen Saisonphase wieder abheben - vielleicht sogar in die Oberliga?  Foto: toto

13.04.2018
MuKu im Verfolgerduell
Kuppenheim (moe) - Das aus Bezirkssicht spannendste Spiel in der Handball-Südbadenliga steigt am Wochenende in Altenheim. Beim heimischen TuS muss die SG Muggensturm/Kuppenheim (Foto: toto) im Verfolgerduell ran. Sollte MuKu gewinnen, wäre sogar der Titel noch drin. »-Mehr
Loffenau
--mediatextglobal-- Die Flurbereinigung zwischen Gernsbach und Loffenau umfasst 355 Hektar.  Foto: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung

13.04.2018
"Flurstücke besser anzufahren"
Loffenau (ham) - Die Flurbereinigung Gernsbach-Loffenau schreitet voran. Im Wesentlichen gehe es darum, dass "die Flurstücke besser anzufahren und zu pflegen sind", erläuterte Loffenaus Bürgermeister Markus Burger den Hauptgrund für die Maßnahme auf den 355 Hektar (Bild: LGL). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Weihnachtsgrüße per Brief oder Karte werden zum Auslaufmodell. Verschicke Sie noch Weihnachtsgrüße per Post?

Ja.
Nein, via Handy und E-Mail.
Ich verschicke keine Weihnachtsgrüße.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen   
1