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Fahrrad-Codierung mit neuer Technik
Mit seinem neuen Codiergerät will der ADFC-Kreisverband noch mehr Fahrräder in der Region vor Diebstahl schützen.  Foto: Friedrich
17.04.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (sb) - Wenn ein Fahrrad geklaut wird, findet es sehr oft nicht zu seinem Besitzer zurück. "Selbst, wenn das Rad gefunden und bei der Polizei abgegeben wird, ist es schwer, den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln", weiß Ralph Neininger, Vorsitzender des Kreisverbands Baden-Baden/Bühl/Rastatt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Seit vielen Jahren bietet der ADFC deshalb die Codierung von Fahrrädern an. Rund 80 bis 100 Räder wurden bisher pro Jahr in der Region mit einem bundesweit einheitlichen Code versehen.

Im vergangenen Jahr führte der ADFC die Prägetechnik als neues Codierungssystem ein. "Das geht viel schneller als das alte System", freut sich der Codierungsexperte in der Region, Herrmann Schneider. Wurde der Code bisher mit einer Graviermaschine in den Rahmen gefräst, verdichtet nun ein Nadelpräger das Metall des Rahmens. "Das funktioniert ähnlich wie ein Nadeldrucker, der auf Metall schreibt", erklärt Schneider und stellt fest, dass das ehrenamtliche Team des ADFC sich schnell in die neue Technik eingearbeitet hat.

Im vergangenen Jahr wurden bei 14 Aktionen insgesamt 239 Räder in der Region codiert. Das war möglich, da durch das neue System nun auch Akkus, Fahrradanhänger und ungewöhnliche Rahmenformen codiert werden können.

"Durch das neue System sind wir nicht nur schneller, sondern auch deutlich flexibler geworden", freut sich Ralph Neininger und fügt hinzu, dass sich der neue Nadelpräger mit seiner Schlagstärke dem zu prägenden Material anpasst.

Zur Fahrradcodierung verwendet der ADFC die Eigentümer-Identifikationsnummer (EIN). Diese dient seit 1993 bundesweit einheitlich zur Kennzeichnung von Gegenständen. Der Code aus Ziffern und Buchstaben beinhaltet in verschlüsselter Form unter anderem die Anschrift und die Initialen des Besitzers sowie das Jahr der Codierung. Wird ein Fahrrad gefunden, kann die Polizei anhand des Codes und mittels einer bundesweiten Datenbank den Eigentümer ausfindig machen.

Doch so weit soll es nach Möglichkeit erst gar nicht kommen. "Durch die Prägung und den markanten Aufkleber schrecken viele Fahrraddiebe bereits vor dem entsprechenden Rad zurück. Denn sie wissen, dass ein codiertes Fahrrad nur schwer zu verkaufen ist, wenn man sich nicht als rechtmäßiger Eigentümer ausweisen kann", berichtet Neininger.

Wie er zudem betont, könne die vom Hersteller eingeprägte Rahmennummer des Fahrrads eine Codierung nicht ersetzen. "Hersteller stanzen die Nummern oft ohne erkennbares System ein. So kommt es oft zu Dopplungen", sagt der ADFC-Kreisvorsitzende.

Zudem gibt es, anders als bei der Codierung, zu den Seriennummern keine zentrale Nummerndatei, die den Fahrradbesitzer eindeutig identifizieren.

Die Fahrradcodierung ist mit dem neuen Nadelpräger binnen weniger Sekunden abgeschlossen. "Bundesweit hat der ADFC im vergangenen Jahr mit diesem System bereits 10000 Räder codiert", berichtet Schneider und macht sich daran, das nächste Rad mit Code zu versehen.

Wer sein Rad codieren lassen möchte, hat dazu in diesem Jahr unter anderem in Rastatt, Bühl und Sinzheim die Gelegenheit. Als nächsten Termin bietet Herrmann Schneider die Codierung im Ötigheimer Weg 12 in Rastatt am Donnerstag, 7. Juni, von 17 bis 19.30 Uhr an. Der ADFC ist zudem am 15. September auf dem Bauernmarkt in Bühl und am 30. September auf dem Bauernmarkt in Rastatt präsent. Am 21. Oktober findet dann eine Codieraktion in Sinzheim statt.

Weitere Informationen rund um die Fahrradcodierung gibt es bei Joe Frietsch per E-Mail unter joe.frietsch@ adfc-bw.de.

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