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Beste Stimmung im "Champus-Express"
Räuber Rudolf versucht unter den strengen Augen der beiden Polizeibeamten Bistrokellnerin Gertrud zu beruhigen. Foto: Gangl
17.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Malsch - Erst zehn Jahre alt ist der Malscher Theaterverein "Drunter und Drüber", doch bereits seit 1981 begeistern die Laienschauspieler mit ihren Theateraufführungen die Menschen. Am vergangenen Wochenende sorgten sie an zwei Abenden im ausverkauften Malscher Bürgerhaus für beste Stimmung und viel Lachmuskelarbeit. Aufgeführt wurde die Komödie "Stress im Champus-Express" von Bernd Spehling, die einmal mehr das wahre Leben in den Mittelpunkt des Gelächters rückte.

Eigentlich hätte es am Ende nach zwei Stunden bester Unterhaltung heißen müssen, "Ähnlichkeiten mit lebenden oder realen Personen sind rein zufällig". Denn das, was die zehn Amateurschauspieler auf die Bühne brachten, hatte so mancher Zuschauer aus persönlichen Erfahrungen mit der Deutschen Bahn nachempfinden können. Authentisch der Inhalt des von Bernd Spehling geschriebenen Stücks, authentisch aber auch die Spielweise der Theatertruppe, die mit exzellenter Leichtigkeit, natürlicher Sprache und bester Schauspielkunst sich in die Personen hineinversetzte.

Da war das Räuberpärchen Rudolf und Kati, gespielt von Hans-Joachim Kunz und Samira Hitscherich, die schon zu Beginn mit ihren Koffern durch den Saal spazierten und sich wie ein altes Ehepaar gegenseitig antrieben. "Keine Party ohne Kati", hetzte er hinter ihr zum "Interlux-Express" nach. Einfahrende Zuggeräusche, die Bremsen des Intercitys, Lautsprecherdurchsagen von Souffleuse Marietta Kohm in sächsisch-englischem Dialekt und dann das mit viel Beifall geöffnete Bühnenbild. Bernd Klein und sein Team hatten in wochenlanger Feinarbeit das Bordbistro nachgebaut, das es an nichts fehlen ließ. Auch an Aktualität mangelte es nicht, denn die Malscher Theatertruppe hatte den aktuellen Bahnstreik, aber auch das Malheur im Rastatter Tunnel in den Text eingebaut.

Nicht sehr servicefreundlich, dafür aber mit umso mehr schauspielerischem Talent ausgestattet, bediente Bistrokellnerin Gertrud, gespielt von Karin Rapp, die Fahrgäste. Karin Bauer durfte gleich in zwei Rollen schlüpfen, in die der Reinigungskraft Ilse und die der Seniorin Lieselotte, die mit ihrem frechen Enkel Harvey, gespielt von Thomas Pertschy, unterwegs war. "Wir bei der Interlux AG finden für alles eine Lösung", wusste Zugchefin Gesine alias Selina Schmid, während Schaffner Wischnewski alias Günter Rastetter etwas tollpatschig den Versicherungsvertreter Steffen alias Günter Drescher auf den morgendlichen Berufspendlerspaß in überfüllten Zügen aufmerksam machte. Ein besonderer Sketch war der Überfall von Rudolf und Kati, der die Polizei auf den Plan rief. Laute Hubschraubergeräusche waren zu hören, Max Rastetter und Timo Weissinger begaben sich auf Spurensuche und die beiden Polizeibeamten Axel, gespielt von Felix Grabenhorst, und Anne, gespielt von Fiona Herdrich standen vor der Herausforderung, in diesem Hexenkessel den Dieb zu überführen.

Immer wieder hatte Regisseurin Carla Peters-Schütz besondere Gags und Sprüche in diese Komödie eingebaut, die am Samstag, 21. April, ab 19.30 Uhr zum dritten Mal im Bürgerhaus zu sehen ist.

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