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Rastatter Tafel wandelt sich in gemeinnützige GmbH um
Die Rastatter Tafel sieht sich vor neue Herausforderungen gestellt.  Foto: av
19.04.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (xes) - Die Rastatter Tafel wird künftig ihre Arbeit als gemeinnützige GmbH verrichten. Die Mitgliederversammlung des Vereins stimmte der neuen Rechtsform bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen zu.

"In einer gGmbH können wir die ständig wachsenden wirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen an unsere Aktivitäten mit unseren unveränderten satzungsmäßigen mildtätigen Zielen verbinden", begründete der Vorsitzende Hans-Jochen Volmer den Schritt. Die neue Rechtsform, die vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt werde, ermögliche, Teile des Vereinsvermögens vor Risiken zu schützen und bringe Vorteile bezüglich der Haftung der handelnden Personen. Bisher habe der Vorstand als Organ des Vereins mit seinem persönlichen Vermögen gegenüber dem Verein und gegenüber Dritten haften müssen. "Die Rastatter Tafel ist inzwischen zu groß geworden, um dieses Risiko zu tragen", gab Volmer zu bedenken.

Er führte aus, dass mit einem Steuerberater zwei Jahre lang das komplexe Vorhaben vorbereitet wurde und man zu einem tragfähigen Ergebnis gekommen sei. Zum Geschäftsführer der neugegründeten Tafel Rastatt gGmbH werde der bisherige Marktleiter Torsten Weber ernannt. Die zwei dazu gehörigen Säulen, Rastatter Tafel e.V. und eine Stiftung, jeweils vertreten durch einen Vorstand, werden die Tafel Rastatt gGmbH in ihrer Arbeit unterstützen. Der Ausgliederungsbeschluss wurde durch den Notar Dr. Philipp Ungan notariell beurkundet.

In seinem Rechenschaftsbericht für 2017 erläuterte Volmer, dass die logistischen Anforderungen an die Rastatter Tafel umfassender werden. Regionale Lebensmittelketten würden in der Zwischenzeit restriktiver beliefert, als Folge stünden weniger überschüssige Waren für die Tafel zur Verfügung. Kompensiert werden soll diese Entwicklung durch den Ausbau der direkten Geschäftsbeziehungen zu Lebensmittelgroßkonzernen wie Dr. Oetker, Henkel, Aldi oder Edeka.

Verglichen zum Vorjahr habe die Tafel weniger Kunden, das liege am Rückgang der Anzahl an Flüchtlingen. Allen Bedürftigen stehe ein ausgewogener Warenkorb bei guter Qualität zur Verfügung. Der weiteren Wirtschaftlichkeit des Anwesens in der Stettiner Straße dienen die Mieteinnahmen durch die Caritas und die Firma Söllner. Man habe die Flächen zu marktüblichen Preisen vermieten können, erläuterte Volmer.

Sorgen bereitet dem Vorsitzenden die Mitgliederentwicklung, aktuell liege die Zahl bei 107. Das sind 35 Prozent weniger als vor zehn Jahren. Auch die Altersstruktur unter den älteren angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern zeige, dass dringend junge dynamische Personen gebraucht werden, um die Arbeit der Tafel auch in Zukunft aufrechterhalten zu können. Die Öffentlichkeitsarbeit müsse dahingehend verbessert werden.

Laut Bericht von Schatzmeister Günter Krämer lagen die Einnahmen bei 499789 Euro, die sich aus Mieten, Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zinsen und Einkäufen zusammensetzen. Dem standen Ausgaben in Höhe von 407062 Euro gegenüber. Das Plus in Höhe von 92727 Euro wurde in die Rücklagen geführt, so Krämer.

Für Investitionen in diesem Jahr habe man 50000 Euro veranschlagt. Es stehen Renovierungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes an sowie die Anschaffung energieeffizienter Kühlregale. Als Gemeinschaftsinvestition mit benachbarten Tafeln soll ein 7,5-Tonnen-Lkw gekauft werden, um Fahrt- und Benzinkosten einzusparen.

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