http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Neue Pumpen für Schöpfwerk
Im grünen Bereich: Das Schöpfwerk auf dem Hochwasserdamm erfüllt seit 50 Jahren zuverlässig seinen Zweck. Nun scheint Zeit, die alten Pumpen durch neue zu ersetzen. Foto: H. Heck
02.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Helmut Heck

Elchesheim-Illingen - Brückentage zur Entspannung dürfen sich auch Volksvertreter gönnen, erst recht ehrenamtliche. Wahrscheinlich war das der Grund, dass bei der Sitzung des Gemeinderats am Vorabend des 1. Mai ein Drittel des Gremiums abwesend war. Mit acht Mitgliedern und dem Bürgermeister war man dennoch beschlussfähig. Besucher waren keine da. Dabei stand mit Erneuerungen im Schöpfwerk auf dem Damm ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung.

Die an der Gemarkungsgrenze zu Au am Rhein gelegene Pumpstation ist für die Gemeinde von existenzieller Bedeutung. Zu ihr fließt der Scheidgraben, der zentrale Vorfluter. Das Schöpfwerk bewahrt seit seiner Inbetriebnahme 1968 den Ort zuverlässig vor Überschwemmungen. Ein damals eingebautes Paar Propellerpumpen funktioniert schon die ganzen 50 Jahre einwandfrei. Sie waren durchschnittlich 524 Stunden jährlich in Betrieb und wurden nicht ein einziges Mal zur Überholung demontiert.

Der Hersteller unterbreitete vor etwa fünf Jahren ein Angebot zur Sanierung. So wurde es in der Sitzung von Rechnungsamtsleiter Klaus Weisbrod berichtet. Man habe aber noch keine Notwendigkeit gesehen und auch der hohen Kosten wegen Abstand genommen. Inzwischen hält man die Zeit offenbar für gekommen. Wie Bürgermeister Rolf Spiegelhalder mitteilte, befasst sich die Verwaltung seit etwa eineinhalb Jahren mit dem Thema. Weisbrod erwähnte einen Ortstermin mit einem Vertreter der Firma.

In der Folge habe sich herausgestellt, dass eine Wartung der sechs Meter hohen Pumpen wenig Sinn machen würde. Während der mehrmonatigen Renovierung am Sitz des Unternehmens in Norddeutschland müsste ein Provisorium installiert werden, um den Betrieb des Schöpfwerks im nötigen Umfang zu gewährleisten. Die Instandsetzung würde dadurch teurer, als neue Pumpen anfertigen zu lassen. Man werbe daher für einen Austausch, forderte Spiegelhalder den Gemeinderat auf, mitzuziehen.

Weisbrod machte keinen Hehl daraus, dass man von vornherein am liebsten wieder den ursprünglichen Ausrüster beauftragt hätte. Die Firma sei mit den Gegebenheiten bestens vertraut. Man habe aber von vier anderen Unternehmen weitere Angebote erbeten. Nur eines habe sich vor Ort ein Bild gemacht und eine Offerte über 185 900 Euro abgegeben. Der Preis des Erstausrüsters betrug rund 164 000 Euro. So sei man "wieder bei der Firma gelandet, die sich im Schöpfwerk auskennt", zeigte sich Weisbrod zufrieden. Es handelt sich um die Friedrich Köster GmbH & Co. KG in Heide in Schleswig-Holstein. Der Gemeinderat war einverstanden. Die Beauftragung wurde einstimmig beschlossen. Sie beinhaltet zwei neue Pumpen in "Maßanfertigung", wie Weisbrod auf eine Nachfrage von Dieter Link (ABL) bestätigte. Verneint wurde die Frage von Joachim Ritter (EIL), ob Teile der alten Pumpen wieder verwertet werden könnten. Für sie werde nur noch der "reine Schrottwert" vergütet. Eine Erhöhung des Leistungsvermögens sei nicht erforderlich, erklärte Weisbrod. Jede Pumpe könne unter Volllast tausend Liter pro Sekunde auf die Altrheinseite des Dammes leiten. Mehr Wasser könne über den Scheidgraben gar nicht bis zum Schöpfwerk geleitet werden.

Wie in den vergangenen 50 Jahren werden die Pumpen in Zukunft mit den vorhandenen zuverlässigen 90 PS starken Dieselmotoren betrieben. Überlegungen, auf Elektromotoren umzusteigen, wurden dem Kämmerer zufolge ad acta gelegt, weil kein Starkstromanschluss in der Nähe ist und man das Risiko eines Stromausfalls nicht eingehen will.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Bühlertal / Bühl
Gerüstet fürs Badevergnügen

21.04.2018
Gerüstet fürs Badevergnügen
Bühlertal/Bühl (hap) - 26 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein - da kann man bei der Arbeit im Freien schon Mitte April ins Schwitzen kommen. Im Bühlotbad in Bühlertal und im Bühler Schwarzwaldbad laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Saisoneröffnung (Foto: hap). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Im Cuppamare laufen die Vorbereitungen - wie hier im Sprungbecken - auf Hochtouren. Im Hintergrund die neue Hütte für die Badeaufsicht. Foto: Vetter

20.04.2018
Großputz in Freibädern
Rastatt (sawe) - Die Frühlingssonne lacht mit einer Wonne vom Himmel, als ob es schon Sommer wäre - und in den Freibädern ist kräftig Großputz angesagt. Das Malscher Bad will am 10. Mai öffnen, Durmersheim am 12., Rastatt am 18. und Kuppenheim am 19. Mai (Foto: fuv). »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Bundesregierung die hohen Mietkosten dämpfen, die viele Bürger besorgen. Fürchten Sie, sich in Zukunft Ihre Wohnung nicht mehr leisten zu können?

Das ist schon der Fall.
Ja.
Nein.
Ich bin in keinem Mietverhältnis.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1