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Spielerische Annäherung an Thema Inklusion
Richtig zur Sache geht es - das bekommt auch OB Pütsch zu spüren - beim Rolli-Ball-Spiel der Rolli-Gruppe des Rastatter SC/DJK. Als Schiedsrichterin hat Petra Möller alle Hände voll zu tun.  Foto: Riemer
07.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Riemer

Rastatt - "Die Inklusion ist bei den Besuchern des Wochenmarkts in Rastatt angekommen", bilanzierte Margrit Wagner-Körber von der Servicestelle Inklusion der Stadt Rastatt den vom Expertenkreis Inklusion erstmals organisierten Aktionstag: "Wir haben bei herrlichem Wetter in der lockeren Marktatmosphäre ein schönes Inklusionsfest gefeiert", ergänzte sie.

Erfreut zeigten die Ideengeberin Meike Duchac, Vorsitzende des Vereins "Volltreffer Inklusion mit Zukunft" und die Koordinatorin Wagner-Körber, dass sich mit dem Verein "Volltreffer", der Rolligruppe des Rastatter SC/DJK 2013, dem Verein Kunst & Inklusion, dem Kreisseniorenrat, dem Blinden/Sehbehindertenverein Südbaden, der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, dem Caritasverband für den Kreis Rastatt und der Reha Südwest alle Anbieter mit Infoständen vertreten waren. Zudem wurde ein vielseitiges Programm von Musik über Tanz bis zu sportlichen Aktivitäten den Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geboten.

Schwungvoll eröffnete das Saxofon-Quartett der städtischen Musikschule Rastatt den Aktionstag. Ans Herz ging der Auftritt von 25 Kita-Kindern der inklusiven Kindertagesstätte Pünktchen der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, die mit viel Freude zu den Liedern "Laufende Tiere" und "Tschuschuwa" tanzten. Die Platten vor dem Rathaus waren die Leinwand für die vom Verein "Volltreffer" angebotene Malaktion mit Straßenkreide. Auf den Stufen von St. Alexander konnten die Kinder Holzklötzchen bemalen und zu einer Inklusions-Pyramide aufschichten. Diese soll zwischen Einrichtungen wechseln und ausgestellt werden, so Annette Dieringer.

Richtig zur Sache ging es, das bekam auch der OB zu spüren, beim Rolli-Ball-Spiel der Rolli-Gruppe des Rastatter SC/DJK. Als Schiedsrichterin hatte Petra Möller alle Hände voll zu tun. Da einer seiner jugendlichen Mitspieler kurzerhand die Seiten gewechselt und ins eigene Tor geschossen hatte, musste sich die OB-Mannschaft mit 2:3 knapp geschlagen geben.

"Können Sie etwas lauter sprechen?", war die am meisten gehörte Aufforderung der Menschen, die sich in die vom Kreisseniorenrat bereit gelegten Alters-Simulationsanzüge wagten und einen Gang über den Wochenmarkt machten. Nicht minder schwierig war die Orientierung mit den Simulations-Brillen vom Verein der Blinden und Seh-Behinderten, an deren Stand sich die Besucher auch mit der Blinden-Schrift auseinandersetzen konnten.

Nicht ganz geklappt hat der Versuch, am Ende des Aktionstags ein von den Besuchern beschriftetes 250 Meter langes Band vom Rathaus bis zur katholischen Stadtkirche St. Alexander zu spannen. Wagner-Körper und die Mitarbeiter vom Verein Kunst & Inklusion, die mit ihrem Tisch durch den Wochenmarkt zogen, waren von den Gedanken, was Inklusion für jeden einzelnen Besucher bedeutet, sehr beeindruckt. Zwei Stunden seien etwas zu knapp gewesen, um die ganze Rolle zu beschriften resümierten die Organisatoren und waren sich einig, die Aktion zu wiederholen und das Band mit den Gedanken zur Inklusion zu ergänzen.

Recht gut nachgefragt und teilweise schon kurz nach 11 Uhr vergriffen waren die von den Vereinen angebotenen kleinen kulinarischen Köstlichkeiten. Beim abschließenden Gespräch zeigten sich alle Beteiligten überzeugt, dass es richtig war, den Wochenmarkt und die Fläche zwischen dem Rathaus und der Stadtkirche für die Aktionen zu nutzen. Mit dem Festcharakter habe man den Rastattern zeigen können, dass Inklusion auch Freude bereiten kann. Die Organisatoren waren angenehm überrascht, wie die Besucher ohne Berührungsängste mit den Menschen mit Beeinträchtigungen ins Gespräch kamen. Die Besucher hätten sich Zeit genommen und seien zum größten Teil gut informiert.

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