Schulneubau: Verwaltung sieht 1,7 Millionen Euro Einsparpotenzial
Die Stadt will auf Basis des Architektenwettbewerbsentwurfs weiterplanen, das Untergeschoss entfällt jedoch; die Lüftungsanlage soll nun aufs Dach der Aula.  Foto: Architekturbüro Mey
11.05.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - 1,7 Millionen Euro Einsparpotenzial gegenüber der zuletzt genannten Summe von 15,7 Millionen sieht die Stadt Rastatt beim Neubau der Hans-Thoma-Schule - mehr gehe nicht, es sei denn, man löse sich komplett von der einstigen Architektenwettbewerbsplanung und beauftrage eine komplette Neuplanung mit deutlichem reduzierten Raumprogramm.

Dazu rät die Verwaltung jedoch nicht. Der Gemeinderat soll dem überarbeiteten Entwurfskonzept, das nun von 14 Millionen Euro ausgeht, am Montag zustimmen (Sitzungsbeginn: 17.30 Uhr).

Die prognostizierte Kostenexplosion hatte im Februar im Verwaltungs- und Finanzausschuss für Ärger gesorgt. Schließlich waren, als der Gemeinderat im April 2017 dem Frankfurter Büro Mey den Planungsauftrag erteilt hatte, 8,12 Millionen Euro genannt worden; später dann hatte die Verwaltung die Gesamtkosten auf zehn bis zwölf Millionen Euro beziffert. Der exorbitante weitere Anstieg war im Februar in erster Linie mit Änderungen bei der Haustechnik begründet worden. Einsparungen sollen nun im Wesentlichen durch Grundrissänderungen und Optimierung der haustechnischen Anlagen erreicht werden. Das komplette Untergeschoss entfällt, die Lüftungsanlage wird auf dem Dach der Aula positioniert. Die Wege der Versorgungsleitungen werden deutlich reduziert, Installationsschächte können zum Teil entfallen. Die Gesamtbaukosten lägen dann noch bei 13,25 Millionen Euro, zuzüglich Kostenreserve von fünf Prozent läge man dann bei 14 Millionen.

Eine komplette Neuplanung hält die Stadtverwaltung nicht für zielführend. Zum einen seien jetzt schon Kosten von 850000 Euro entstanden, auf denen man sitzen bleiben würde (etwa für Planungsleistungen, Kosten für Verfahren, Preisgericht und Preisgelder) - zuzüglich Schadensersatzkosten, die zu erwarten seien, wenn man sich nun völlig neu orientiere. Es sei fraglich, ob das eine Neuplanung hereinspielen könne. Zum anderen müsse man dann mit mindestens einem Jahr Verzögerung rechnen. Damit wäre wiederum ein 337000-Euro-Zuschuss gefährdet, den die Projektträger des Neubaugebiets auf der Baldenau geben, wenn die erweiterte Schule bis April 2021 in Betrieb genommen wird. Aktuell - ohne Verzögerung - ist die Fertigstellung im August 2020 vorgesehen. Baubeginn soll im Februar/März 2019 sein.

Ein reduziertes Raumprogramm hätte darüber hinaus "direkten Einfluss auf die Qualität der heute und zukünftig erwünschten Lernumgebung", so die Verwaltung in ihrer Vorlage an den Gemeinderat. Zuletzt hatte eine Initiative des Elternbeirats dafür geworben, nicht "im großen Umfang Einsparungen" vorzunehmen. Die Eltern setzen sich für das "qualitativ hochwertige und durchdachte Gebäude" ein.

Im Rahmen der Schulbauförderungen des Landes sei ein Zuschuss für den Schulneubau in Höhe von maximal 677500 Euro denkbar.

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