Unfallbarometer zeigt weiter nach oben
242 Unfälle mehr als im Vorjahr wurden 2017 auf den Straßen Rastatts registriert. Dabei verunglückten insgesamt 282 Menschen. Foto: av/fuv
18.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - 1918 Verkehrsunfälle sind im vergangenen Jahr auf den Straßen Rastatts registriert worden. Damit musste die Polizei zum zweiten Mal hintereinander eine Steigerung der Zahlen feststellen. Den Grund für den neuerlichen Anstieg sieht Revierleiter Heiko Baumgärtner zum einen in der Baustellensituation in Rastatt selbst, zum anderen in der baustellenbedingten Ausleitung des Verkehrs von der A5 im Zuge der Fahrbahnsanierung zwischen Rastatt und Karlsruhe.

242 Unfälle mehr als im Vorjahr waren es letztlich - eine Steigerung um 14,4 Prozent -, nachdem bereits 2016 das Barometer nach oben ausgeschlagen hatte. Damals waren bereits 131 Unfälle mehr als noch im Jahr 2015 registriert worden.

Die neuerliche Steigerung trifft nahezu alle Bereiche, wie Baumgärtner bei der Präsentation diese Woche aufzeigte. 226 Unfälle mit Personenschaden waren 2017 zu melden (203 im Vorjahr), dabei verunglückten 282 Menschen (Vorjahr: 272), drei verloren ihr Leben (Vorjahr: einer). 242 wurden leicht verletzt (Vorjahr: 228), immerhin die Zahl der schwer verletzten war mit 37 etwas rückläufig (Vorjahr: 41).

Nahezu konstant geblieben ist die Häufigkeit der Alkoholunfälle (36, Vorjahr 35), die Zahl der Unfälle mit Lkw blieb mit 67 gleich - allerdings auf relativ hohem Niveau, nachdem sie 2016 um fast 40 Prozent auf dieses Level angestiegen war.

Auch Zweiradfahrer und Fußgänger waren öfter in Unfälle verwickelt als im Vorjahr. 23 Fußgängerunfälle listet die Statistik auf (Vorjahr: 17), 42 mit motorisierten Zweiradfahrern (Vorjahr 31) sowie 90 mit Radler (Vorjahr: 71). Dabei fällt auf: Die Hälfte der Fahrrad-Unfälle, so Baumgärtner, war von den Pedaleuren selbst verursacht worden.

Die Zahl der Schulwegunfälle verdoppelte sich von vier auf acht, drei davon wurden von den Kindern verursacht.

Ein Unfallschwerpunkt kristallisierte sich im Laufe des Jahres indes nicht heraus. "Wahllos" über das Stadtgebiet verteilt waren die Unfallorte - Ansatzpunkte, mit baulichen oder gezielten Präventionsmaßnahmen Gefahrenorte zu entschärfen, ergeben sich daraus kaum.

Ein weiterhin relevantes Thema auf hohem Niveau stellen die Fahrerfluchten dar. 426 Mal (im Vorjahr 371) hatten sich im vergangenen Jahr Unfallverursacher unerlaubt aus dem Staub gemacht.

Häufigste Unfallursachen im Stadtgebiet waren erneut Fehler beim Rückwärtsfahren, Wenden und Abbiegen (218), gefolgt von Vorfahrtsverletzungen (152) und zu geringem Abstandhalten (47).

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