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Es werde modernes Licht
Veraltet, beschädigt, marode: Die Quecksilber enthaltenden HQL-Leuchten werden auf LED-Technik umgerüstet; auch Stromleitungen müssen ausgetauscht werden. Foto: F. Vetter
23.05.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Die Stadt Rastatt muss auf einer Straßenlänge von rund 13 Kilometern insgesamt 669 veraltete, per Seil über die Fahrbahnen gespannte Quecksilberdampfleuchten austauschen. Ersetzt werden soll die marode Beleuchtung durch moderne LED-Technik. Kostenpunkt des Projekts: rund eine Million Euro.

Schon lange ist die Maßnahme geplant, konnte aufgrund der Personalsituation im Kundenbereich Tiefbau indes nicht weiter vorangetrieben werden, wie die Verwaltung erläutert. Aus den Jahren 2016/17 liegen Förderbescheide vor, nach denen die Aktion mit knapp 152000 Euro aus Mitteln der "Nationalen Klimaschutzinitiative" des Bunds unterstützt wird. Nun drängt die Zeit, die Maßnahme lässt keinen weiteren Aufschub zu, wenn man sich die Zuschüsse sichern will, wie es heißt.

Nicht nur die Leuchtmittel selbst machen den Austausch erforderlich - HQL-Leuchten dürfen seit 2015 nicht mehr in Umlauf gebracht werden, weil sie (zu) viel Strom verbrauchen, Quecksilber enthalten und mit hohem Aufwand und Risiko entsorgt werden müssen. Auch die Lampen sind "völlig veraltet". Die Stadtverwaltung berichtet von undichten Gehäusen, blinden oder beschädigten Glasabdeckungen, nicht gewährleisteter Ersatzteilversorgung.

Parallel zur Umrüstung auf LED-Technik - die bestehenden Spann- und Tragseile werden weiter genutzt - müssen auch Stromleitungen ausgetauscht werden, da diese durch Witterungseinflüsse und UV-Strahlung der Sonne spröde geworden sind, teilweise sei die Isolierung bereits beschädigt.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung nun dazu ermächtigt, die energetische Sanierung bis zu einer Auftragssumme von 1,05 Millionen Euro zu vergeben, die man nun nicht nur als "notwendige Unterhaltungsmaßnahme" sieht, sondern auch als "Teil der Aktivitäten der Stadt Rastatt in der Energieeinsparung und im Klimaschutz". Eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 60 Prozent werde erzielt, das entspreche rund 56 Tonnen CO2 pro Jahr. Ausgetauscht wird in folgenden Hauptverkehrsstraßen: Bahnhof-, Kapellen-, Kehler Straße, An der Ludwigfeste, Carl-Schurz-, Josef-, Karl-, Lützower-, Markgrafen-, Ottersdorfer-, Zaystraße und Ludwigring. Nebenverkehrsstraßen: Engel-, Herren-, Ludwig-, Ludwig-Wilhelm-, Lyzeum-, Prinz-Eugen-, Rappen-, Ritter-, Roon- und Schlossstraße. Wohnstraßen: Augusta-, Dreher-, Honsell-, Kanal-, Schlosser-, Werderstraße und Am Bahndamm.

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