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KABS-Hubschrauber fliegt wieder
Schnakenbekämpfung bei Au am Rhein: Der Wirkstoff BTI wird als gefrorenes Granulat aus der Luft auf die Wasserflächen abgeworfen.  Foto: F. Vetter
24.05.2018 - 00:00 Uhr
Au am Rhein (fuv) - Bevor die Rheinschnaken ausschwärmen, fliegt der Hubschrauber der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Derzeit ist er wieder im Landkreis Rastatt unterwegs, um den Stechmückenlarven zu Leibe zu rücken.

Zwischen 15000 und 20000 Hektar umfasst die jährliche Fläche, auf der die KABS zwischen Kaiserstuhl und Bingen jedes Jahr gegen die Schnakenplage vorgeht. Die Fläche variiert je nach Hochwasser- und Starkregen-Ereignissen. "Da gibt es schon große Unterschiede", stellt der KABS-Gebietsleiter Au am Rhein, Diplom-Biologe Artur Jöst, fest. Nur bei erhöhten Wasserständen in Fließgewässern, und ausschließlich dort, startet der Helikopter - oder die KABS-Helfer bekämpfen die Larven zu Fuß in den Auen und auf Wiesen.

Angesichts des Insektensterbens beruhigt Jöst. Um die Schnakenplage einzudämmen, wird seit 1991 das sogenannte BTI eingesetzt, "Bacillus thuringiensis israelensis", ein 1976 in der israelischen Negev-Wüste entdecktes Bakterium, das sich als perfekter Anti-Schnakenstoff erwiesen habe. Das sporenbildende Bakterium bildet während seiner Entwicklung Eisweißkristalle, die als Fraßstoff die Larven von lediglich fünf Mückenfamilien abtöten. Darunter auch solche, die nur in Dauergewässern leben, wo die KABS gar nicht zum Einsatz kommt, wie Biologe Jöst betont.

Das BTI, das in den USA produziert wird, wird in Form von gefrorenem Granulat auf die Wasserflächen ausgebracht. Den Landkreis Rastatt hat die KABS in drei Gebiete eingeteilt, wo die 15 bis 20 Helfer nach Hochwasser oder lokalem Regen die mittlerweile bekannten Brutgebiete der Plagegeister kontrollieren und gegebenenfalls das BTI einsetzen.

Das Zeitfenster, währenddessen die KABS aktiv ist, habe sich in den vergangenen Jahren vergrößert, so die Beobachtung von Artur Jöst. Bereits im April habe man in diesem Jahr mit der Kampagne begonnen, andauern werde sie wohl bis Ende September.

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