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Bauland für junge Familien
Auf einem Plan ist die künftige Bebauung im Gewann 'Krautstücker' schon angedeutet.  Foto: Gangl
22.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Rastatt - Die Wunschliste im Stadtteil Wintersdorf ist lang, um das Dorf zukunftsfähig und attraktiv aufzustellen. Die Stadt Rastatt ist nun bereit, den Wintersdorfer Bürgern einen Wunsch zu erfüllen und Bauland für junge Familien mit Kindern zu erschließen. In der Bürgerinfoveranstaltung am Mittwochabend präsentierten Stadtplaner Markus Reck-Kehl und Katrin Fritzer vom Kundenbereich Stadtplanung das städtebauliche Konzept für die "Krautstücker" hinter der Inselstraße.

"Gemeinsam für Win-Win-Wintersdorf" - so der Slogan für den kleinsten Riedstadtteil, der im Rahmen der Erarbeitung eines Dorfentwicklungskonzepts vor eineinhalb Jahren gefunden worden war. Neben verkehrlichen Verbesserungen wünschen sich die Wintersdorfer auch die Entwicklung von Wohnbauflächen, denn rund 20 Jahre lang wurden keine neuen Wohnbaugebiete mehr entwickelt. Die bis dato letzten waren im Gewann "Untereich", wie Ortsvorsteherin Daniela Schneider sich erinnerte. "Es ist wichtig und notwendig, dass nach vielen Jahren der Vakanz sich was bewegt", so Schneider.

Wie groß das Interesse für neues Bauland in Wintersdorf ist, zeigte auch die Besucherresonanz auf die Infoveranstaltung, denn rund 70 Bürger waren in die ehemalige Hauptschule gekommen. Das gesamte Plangebiet, für das die Stadt Rastatt ein Konzept entwickelt, umfasst rund 1,3 Hektar Fläche und hat einen Abstand zum Wald von 30 Metern, der als Pufferstreifen für die Tierwelt erhalten bleiben soll. Auch zum benachbarten Bolzplatz soll ausreichend Abstand eingehalten werden, so dass keine Lärmkonflikte entstehen. Nachdem der Gemeinderat seine Zustimmung erteilt hatte, wurden nun bereits die Artenschutzuntersuchungen in Auftrag gegeben. Wie Fritzer informierte, werde das Areal aktuell vermessen und die Öffentlichkeit frühzeitig am Verfahren beteiligt. Nach der Offenlage im Herbst gehe man in die weitere konkrete Planung.

Das jetzt vorgelegte Konzept sieht eine einseitige Wohnbebauung mit sieben Einzelhäusern und sechs Doppelhäusern, das heißt insgesamt 19 Wohneinheiten vor. Erschlossen wird das Gebiet über die Bannwaldstraße. Der bereits vorhandene Fußweg soll von 3,50 auf zehn Meter aufgeweitet werden, um eine Platzgestaltung zu ermöglichen. Die Straße vor den Häusern soll als Spielstraße mit Wendeanlage gestaltet werden.

38 Interessenten für die städtischen Bauplätze haben sich bereits seit Mitte 2014 auf einer Liste eingetragen, wie Ortsvorsteherin Daniela Schneider informierte. Vergeben wurden bisher noch keine Grundstücke, die Vergabe erfolgt jedoch gemäß den Vergaberichtlinien der Stadt, die sich an sozialen Kriterien anlehnen. Dass dabei insbesondere junge Familien zum Zug kommen, ärgerte einen älteren Besucher, der gerne sein zu groß gewordenes Haus gegen ein kleineres, barrierefreies ersetzt hätte. Überlegungen, wie man vernünftige Angebote für ältere Bürger im Rahmen der Entwicklung von Neubaugebieten machen könnte, gebe es bei der Stadt Rastatt bereits, eine Patentlösung habe man aber noch nicht, so Markus Reck-Kehl. Ziel des ersten Bauabschnitts der Erschließung in den "Krautäckern" sei jedoch, ein Angebot für junge Familien zu unterbreiten, um junge Menschen im Dorf zu halten, erklärten Reck-Kehl und Daniela Schneider.

Hinsichtlich Anfragen zu Quadratmeterpreis, Internetanschluss, Gasanschluss und Heizung stehe man noch am Anfang des Verfahrens und sei in Gesprächen mit den entsprechenden Stellen. Auch zum Zeitpunkt des ersten Spatenstichs konnte noch nichts gesagt werden. "Drei Jahre darf das nicht dauern", so der Stadtplaner.

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