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Neues Kupferdach und insektenfreundliche Hecken
Gemeinderatsvertreter beim Vor-Ort-Termin: Gut angenommen werden die gärtnereigepflegten Grabbereiche auf dem Rastatter Stadtfriedhof.  Foto: Linkenheil
27.06.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Die Aussegnungshalle des Rastatter Stadtfriedhofs braucht ein neues Kupferdach, die Betreiber des Blumenladens hätten gerne mehr Arbeits- und Lagerraum und es soll künftig insektenfreundliche Bereiche geben: Das sind die wichtigsten Erkenntnisse, die der Gemeinderat am Montag bei einem Rundgang über den Stadtfriedhof gewonnen hat.

Nach einem Rundgang über den Waldfriedhof Ende April hatte die Stadtverwaltung nun auf den Stadtfriedhof gebeten. Eine Handvoll Gemeinderatsmitglieder wurden von der Leiterin des städtischen Fachbereichs Technische Betriebe, Brigitte Majer, geführt. Unter der Kuppel der Aussegnungshalle verwies sie auf Wasserflecken an der Decke, die auf ein schadhaftes Dach hinweisen. Die Kupferplatten an der Außenseite sollen deshalb erneuert, die Innenkuppel frisch gestrichen werden - voraussichtlich aber erst 2020. Nicht leicht zu ändern sei indes der starke akustische Nachhall in dem Saal für Trauerfeiern. Eine andere Platzierung der Lautsprecher habe aber eine gewisse Verbesserung gebracht.

Über neue Sozialräume mit Küche und nach Geschlechtern getrennte Duschen können sich die drei vor Ort eingesetzten Stammmitarbeiter freuen. Die alten Sozialräume befanden sich im Kellergeschoss, wo es bereits Salpeterausblühungen an den Wänden gegeben habe. Der Stadtfriedhof hat durch den Umbau zwei Kühlzellen für Verstorbene eingebüßt. Laut Majer verfügen heute die Bestatter selbst über Kühlzellen oder die Leichen bleiben bis zur Bestattung ohnehin im Krankenhaus.

Ein großes Problem stellen die öffentlichen Toiletten dar. "Sie werden jeden Morgen gereinigt", betonte Majer. Doch schon am Nachmittag sähen sie oft schon wieder schlimm aus: "Wir werden die Putzfrequenz erhöhen müssen."

Wer den Friedhof häufig besucht, wird den Brunnen auf dem Vorplatz vermissen. Tatsächlich handelte es sich umein Dekorationsobjekt aus dem damaligen Resi-Kino, das eigentlich gar nicht für draußen gedacht war, so Majer. Der Brunnen musste 2016 als marode entsorgt werden. Die Stadt möchte nun einen neuen Steinbrunnen anschaffen. Allerdings nur, wenn die Kosten nicht zu hoch ausfallen, wie Majer erklärte: "Wir wollen deutschen Granit verwenden, der nicht von Kinderhänden bearbeitet ist", betonte sie.

Nicht mehr ganz so "geschleckt" wie gewohnt sehen die Kieswege aus, seitdem die Friedhofsmitarbeiter kein Glyphosat mehr einsetzen. Nach Bedarf wird das Unkraut mechanisch entfernt, aber es wachse schneller nach, als man hinterherkommt.

Geradezu erwünscht ist schneller Wuchs dagegen bei den Hecken entlang der Mauer am Ötigheimer Weg. Sie will man künftig höher wachsen lassen, um etwas mehr innere Einkehr in diesem lauten Bereich des Friedhofs zu ermöglichen. Nicht gerade leise ist es auch im hinteren Friedhofsareal am Richard-Wagner-Ring. Dort plant die Stadtverwaltung eine Heckenbepflanzung in der Art eines natürlichen Waldsaums, um Insekten Lebensraum zu bieten. Das Konzept will man mit den Naturschutzfachleuten des Landratsamts abgleichen, antwortete Majer auf die Frage von Roland Walter (Grüne), ob man sich dabei professionellen Rat hole. Auch die Friedhofsgärtner möchte man fragen, ob sie bei der Grabgestaltung nicht bienenfreundliche Blumen berücksichtigen könnten. "Aber natürlich muss es auch den Angehörigen gefallen", so Majer. Der Bereich gärtnergepflegter Beete innerhalb des Stadtfriedhofs werde jedenfalls sehr gut nachgefragt. Die Grabpflege werde dort komplett einem Betrieb der badischen Friedhofsgärtner überlassen.

Auf dem Stadtfriedhof befindet sich auch die Grabstätte ziviler Weltkriegsopfer, für deren Pflege - anders als bei den Soldatengräbern - die Stadt alleine aufkommt. Die Inschriften auf den schlichten Grabsteinen sollen bald wieder lesbar gemacht werden.

Zufrieden mit seinem Standort ist der Gärtnereibetrieb Renschler, der das Gebäude von der Stadt gepachtet hat. Wolfgang Renschler wünscht sich allerdings zusätzlichen Raum für Lagerhaltung und für Arbeiten wie zum Beispiel das Anfertigen großer Kränze. Die Vertreter der Stadtverwaltung zeigten sich offen für einen eventuellen Anbau. Ferner wünscht sich der Gärtner eine Klimaanlage, damit die Blumen im Sommer nicht so schnell aufblühen.

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