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Mehr Personal für die Stadtreinigung
29.06.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Vermüllung im öffentlichen Raum (internationaler Fachbegriff: Littering) ist ein Aufreger in jeder Stadt. Die Rastatter Stadtverwaltung wird jetzt nach einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats den Kampf gegen die Verwahrlosung des Stadtbilds intensivieren. Fragen und Antworten.

Warum nimmt Vermüllung zu?

Experten sehen den Grund in einer immer intensiveren Nutzung des öffentlichen Raums. Handel und Gastronomie haben längere Öffnungszeiten; es gibt mehr Verpackungen. Hinzu kommt eine zunehmend gleichgültige oder gar negative Einstellung gegenüber öffentlichem Eigentum, andererseits wiederum eine größere Erwartungs- und Anspruchshaltung der Bürger gegenüber der Stadt. Neben dem achtlosen Wegwerfen von Abfall, vielleicht aus Bequemlichkeit, ist auch ein absichtliches Fehlverhalten festzustellen. Allein in Rastatt kamen im vergangenen Jahr 948 Tonnen an Straßenmüll und Kehricht zusammen. Im Jahr zuvor waren es 841 Tonnen, 2015 lag die Summe bei 722 Tonnen.

Wie geht die Stadtreinigung vor?

Aktuell decken die Mitarbeiter die Kernstadt werktags in sechs Touren ab. Darin inbegriffen sind die Reinigung der Spielplätze und die Leerung der Abfalleimer. Ein Team der Grundreinigung kümmert sich um saisonale Arbeiten (unter anderem Entfernen von Laub, wildem Müll) und arbeitet die Reklamationen der Bürger über den Mängelmelder ab. Hinzu kommen Sonderreinigungen während und nach Veranstaltungen, etwa Märkten. Die maschinelle Reinigung deckt die Innenstadt dreimal wöchentlich ab sowie zusätzlich das Zentrum an den Markttagen. Alle anderen Gebiete inklusive Stadtteile werden im Zweiwochenrhythmus gekehrt. Zur Verfügung stehen 14 Mitarbeiter für die manuelle Reinigung sowie fünf Kehrmaschinenfahrer, die immer mehr Flächen in der wachsenden Stadt zu betreuen haben.

Wie und warum rüstet die Stadt bei der Reinigung auf?

Aus der Bevölkerung gab es zunehmend Hinweise, dass das Reinigungskonzept nicht ausreichend ist. Die Einführung des Mängelmelders zum 1. Februar bestätigte die Defizite. Die Hitliste der Meldungen werden von Sperrmüll (vor allem Möbel), Hundekot und Autoreifen (etwa 50 im Monat) angeführt. Insgesamt gingen von Februar bis Ende April knapp 400 Meldungen ein; 353 davon wurden in diesem Zeitraum abgearbeitet. Kehrseite der Medaille: Durch die Meldungen können die Technischen Betriebe zwar zielgerichtet reagieren; die geplanten Touren müssen jedoch immer häufiger verlassen und unterbrochen werden.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats werden für kommendes Jahr vier neue Stellen in der manuellen Reinigung geschaffen. Weitere Bausteine: Die Zahl der Abfalleimer wird auf 240 erhöht; mit einem externen Büro wird das Reinigungskonzept fortgeschrieben. Dabei will man mit einem Workshop verschiedene Interessengruppen einbeziehen. Fest steht, dass man künftig eine externe Firma mit der Reinigung der Innenstadt an Sonntagen beauftragen wird. Zur Bekämpfung des Hundekots sollen zusätzliche Tütenspender an sehr problematischen Orten aufgestellt werden. Und mit der Anschaffung eines Stadtmüllsaugers will man die Reinigungsqualität im Zentrum deutlich erhöhen. Erwogen wird, Mülleimer mit flotten Sprüchen zur Sensibilisierung zu bekleben und um Aschenbecher zu ergänzen.

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