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"Keinerlei Beschwerden"
Subjektive Eindrücke von Raserei auf der Badener Straße in Würmersheim sind widerlegt worden. Foto: H. Heck
29.06.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Wo nichts zum Handeln zwingt, muss nichts unternommen werden. So in etwa lautete das Fazit von Ortsvorsteher Helmut Schorpp zu angeblichen Raserproblemen in der Badener Straße. Nach entsprechenden Beschwerden hatte er im vergangenen Herbst ein Bürgerforum zum Thema angeregt, um zu erfahren, wo genau der Schuh drückt. Doch Volkes Stimmen verstummten. Es habe seither "keinerlei" Klagen oder Hinweise mehr gegeben, berichtete Schorpp am Mittwoch in der Sitzung des Ortschaftsrats.

Bei den anfänglichen Beschwerden habe es sich offenbar um "Einzelerlebnisse" gehandelt, die wohl zu schnell "verallgemeinert" worden seien. Gleichwohl setzte man in Würmersheim Maßnahmen in Gang. Auf Initiative des Ortschaftsrats veranlasste das Landratsamt vermehrte Radarkontrollen. Schorpp dankte dem Kreis für die gute Zusammenarbeit. Bei den Geschwindigkeitskontrollen seien aber kaum Verstöße registriert worden. Die letzte Aktion sei in der vergangenen Woche in Abendstunden durchgeführt worden. Während der dreistündigen Dauer sei eine Übertretung festgestellt worden. Sie habe zu einem Strafzettel über 30 Euro geführt.

Auch die Gemeinde wurde aktiv. Ein umgangssprachlich "Smiley" genanntes Messgerät zeigt auf der Badener Straße, wo 50 Stundenkilometer erlaubt sind, Autofahrern die gefahrene Geschwindigkeit an. Die an wechselnden Stellen installierte Apparatur zählt die Fahrzeuge und erfasst "umfangreiche Daten", wie Schorpp anmerkte. Die Auswertung hat ergeben, dass es kaum etwas zu beanstanden gibt. Wie der Ortsvorsteher ausführte, seien 97 Prozent aller Autofahrer "im Toleranzbereich" geblieben, der bis 60 Stundenkilometer reiche.

Nach Auswertung der Daten sei die Verkehrsbehörde zu dem Schluss gelangt, dass die "Gefährdungslage" im kreisweiten Vergleich "im untersten Bereich" liege. Aus diesem Grund werde man über den normalen Turnus hinaus keine zusätzlichen Kontrollen mehr durchführen.

Aufgefallen sei aber ein "Ausreißer", der wiederholt freitags zwischen 22 und 1 Uhr mit Tempo 100 durch Würmersheim gerast sei, berichtete Schorpp. Mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung habe man den Fahrer ausfindig gemacht.

Momentan steht das "Smiley" vor dem Ortsausgang in Richtung Elchesheim-Illingen. Der Ortsvorsteher teilte mit, dass die Erziehungshilfe noch drei bis vier Monate in Würmersheim im Einsatz bleibe. Man werde sie auf die Gegenrichtung umsetzen, um auch den einwärts fließenden Verkehr ins Visier zu nehmen.

Bürgermeister Andreas Augustin berichtete indessen, dass Fahrer beobachtet worden seien, die es darauf anlegten, auf der Anzeigetafel ein möglichst hohes Tempo erscheinen zu lassen. Es seien aber "Einzelfälle", erklärte Augustin, das Verhalten sei "Dummheit". Werde das Kennzeichen festgestellt, werde der Betreffende belangt.

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