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Viele Chancen, viele Risiken
Ackerflächen gibt es im Landkreis Rastatt besonders viele. Foto: Hliza
05.07.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (hli) - Verschwindend gering ist im Landkreis Rastatt sowie Stadtkreis Baden-Baden der Anteil an Betrieben, die sich dem ökologischen Landbau verschrieben haben: Es sind 23 von insgesamt 560. Das entspricht einem Anteil von 3,2 Prozent. Auf dem letzten Platz in Baden-Württemberg landete mit diesem Wert die Region, verkündete vergangenes Jahr das Statistische Landesamt (wir berichteten).

Daher stellte die Grünen-Fraktion im Kreistag den Antrag, der Landkreis möge ein Konzept zur Förderung des Öko-Landbaus entwickeln. Über die Ergebnisse der Bestandsanalyse berichtete in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Planung die Leiterin des Landwirschaftsamts, Andrea Stief. Um die Daten zu erheben, hatte man telefonisch und vor Ort mit repräsentativ ausgewählten Betrieben Interviews geführt.

Landwirtschaftlich genutzt wird im Landkreis Rastatt sowie Stadtkreis Baden-Baden eine Fläche von rund 17000 Hektar. 63,8 Prozent davon sind Ackerfläche, 28,8 Prozent Grünland und 7,4 Prozent werden für Dauer- oder Sonderkulturen genutzt - unter anderem Reben, Kern- und Steinobst, Spargel oder Erdbeeren.

Ökologisch bewirtschaftet werden davon 823 Hektar (4,9 Prozent). Hauptsächlich handelt es sich dabei um Grünland (416 Hektar). Bei den Ökobetrieben bilden Grünlandbetriebe mit Mutterkuhhaltung sowie Ackerbau, Weinbau und Gemüsebau den Schwerpunkt.

Zwischen konventioneller Landwirtschaft und Ökobetrieben liege die extensive Landnutzung, erklärte Stief. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Streuobstbäume, die nicht gedüngt oder mit Pflanzenschutz behandelt werden. Davon gebe es in Land- und Stadtkreis rund 280000 Stück auf einer Fläche von 1700 Hektar.

Fast alle befragten Landwirte sahen im Ökolandbau die Chancen, unter anderem das Image zu verbessern und stabilere Produktpreise zu erzielen. Als Problem wurde oft bewertet, dass Öko-Produkte im Wettbewerb mit regionalen Produkten stünden, es im Ackerbau Risiken wegen fehlenden Pflanzenschutzes gebe und ein höherer bürokratischer Aufwand drohe.

Eine nennenswerte Steigerung des ökologischen Anbaus hält das Landratsamt für schwer möglich. Dennoch will es weitere Infoveranstaltungen zum Thema Ökolandbau anbieten. Zudem solle geprüft werden, ob Bio-Apfelsaft aus Streuobstware vermarktet werden könne. Stief sprach sich zudem dafür aus, den Schlachthof in Bühl zu erhalten und ihn gegebenenfalls ökologisch zertifizieren zu lassen. Eine Rundfahrt ist im Frühjahr geplant. Eine Strategie zur Förderung des Öko-Landbaus soll erstellt werden. All diesen Vorhaben stimmte der Ausschuss zu. Grünen-Kreisrat Manuel Hummel kritisierte die Arbeit der Behörde jedoch als Zerrbild, ihm fehlten Infos über Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft. Das wiederum empfand Landrat Jürgen Bäuerle als "ärgerlich".

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