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"Wie fahren wir in der Zukunft?"
Elektrisch unterwegs zu sein, dafür sprechen sich auch Unternehmer in der Region aus - allerdings nur mit erneuerbaren Energien.  Foto: Gangl
07.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Ötigheim - "Wir packen's an", lautet der Slogan des 2015 ins Leben gerufenen landkreisübergreifenden Projekts Regio-Energie, an dem sich zehn Kommunen beteiligen. Bei Worten allein soll es nicht bleiben. Bis zum Ende des Jahres will der Zusammenschluss ein Elektromobilitätskonzept auf den Weg bringen, das unter anderem eine gemeinsame Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge beinhaltet. Um auch die Unternehmen für das Thema zu gewinnen, wurde am Donnerstagabend zum ersten Regio-Energie-Unternehmertreffen nach Ötigheim geladen.

"Elektromobilität im Unternehmen - regional, praxisnah, fortschrittlich" war das Motto des Abends, an dem zahlreiche Gewerbetreibende vom Unternehmensberater über Pflegediensteinrichtungen, Taxiunternehmen, Tankstellenbetreiber bis hin zum großen Logistikunternehmen teilnahmen. Die Gewerbetreibenden müssten mit ins Boot genommen werden, so Ötigheims Bürgermeister Frank Kiefer. "Wie fahren wir in der Zukunft?", fragte Landtagsabgeordnete Sylvia Felder (CDU), die betonte, Elektromobilität beginne beim Umdenken im Kopf. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Hans Werner Brocke vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft - Unternehmerverband Deutschland, der anmerkte, dass sich viele Mythen rund um die E-Mobilität rankten.

Einige dieser Mythen ausräumen konnte Günter Westermann, Geschäftsführer der Firma W-Quadrat aus Gernsbach, Spezialist auf dem Gebiet der ökologischen Energietechnik. Seit 1995 fährt er Elektro-Autos und entwickelte ein eigenes Solarstrom-Speichersystem. Für ihn ist Elektromobilität nur möglich mit der richtigen Mischung verschiedener regenerativer Energielieferanten. "Elektromobilität aus Steinkohle ist das schlimmste Szenario, das man sich vorstellen kann, noch schlechter als Benzin und Diesel", sagte er.

Über seine ganz persönlichen Erfahrungen sprach Patrick Buchholz, Geschäftsführer der Buchholz-Textilpflege, der auf dem Firmendach schon lange eine Photovoltaikanlage installiert hat, privat einen Tesla fährt und nun auch seine Fahrzeugflotte auf Elektro umstellen möchte. Wenn Elektroautos gebaut werden, müssten auch Ladestationen errichtet werden. Auch für ihn ergibt Elektromobilität nur Sinn mit erneuerbaren Energien. Andere Argumente, die gegen E-Mobilität sprächen, gebe es nicht. Elektrisch fahren habe jedoch viel mit Organisation zu tun. Auch bei der Daimler AG war ein Referent zu diesem Thema angefragt worden, doch aus Stuttgart habe man die Antwort erhalten, dass es aktuell keine Kapazitäten für einen Referenten gebe, informierte Ilona Schust von der EnBW als Partner des Zusammenschlusses Regio-Energie.

Stattdessen bewertete Matthias Hager von der Steinbeis Business Academy Berlin die Leistung, Anschaffungs- und Betriebskosten sowie den Verbrauch von konventionellen und Elektro-Autos. Sein Fazit: E-Fahrzeuge sind in den Betriebskosten günstiger, was inzwischen von vielen Interessierten erkannt werde, denn die Anträge für den sogenannten Umweltbonus für Elektro-Autos habe sich von September 2017 bis Juni 2018 von rund 33000 auf rund 65000 verdoppelt.

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