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Vereine suchen Lösung
Im Keller befindet sich die Küche des Würmersheimer Gemeindezentrums. Vereine und Ortschaftsrat kämpfen seit Jahren für die Verlegung und Sanierung. Foto: H. Heck
14.07.2018 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH) - Große Empörung hat bei den Würmersheimer Vereinen die Weigerung des Gemeinderats hervorgerufen, die Modernisierung des Gemeindezentrums endlich in Auftrag zu geben. Das Ratsgremium hatte in der vergangenen Woche mit Mehrheitsbeschluss die Ausschreibung aufgehoben. Der Grund war der Anstieg der Kosten auf insgesamt rund 786 000 Euro (wir berichteten).

Das Vorhaben wird seit vielen Jahren diskutiert, ist immer wieder verzögert worden. Nach der mit Mehrheit gefassten Entscheidung des Gemeinderats haben die Würmersheimer Vereine bei einer Zusammenkunft darüber beraten. Über Verlauf und Ergebnis der Sitzung berichteten Karl Heinz Schorpp, der Vorsitzende des Würmersheimer Gesangvereins, und Benjamin Heck, sein Amtskollege vom Musikverein "Harmonie", am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Die Entscheidung des Gemeinderats sei in der Vereinsversammlung mit Unverständnis und Fassungslosigkeit aufgenommen worden. Die Reaktionen seien teilweise "hitzig" gewesen. Man habe nicht nur der Verärgerung Luft verschafft, sondern auch überlegt, wie die Kosten reduziert werden könnten. Schorpp verkündete "die Bereitschaft aller Vereine, einen Beitrag zu leisten, um das Gemeindezentrum auf den neuesten Stand zu bringen".

Bei der Besprechung seien vertreten gewesen: Musikverein, Gesangverein, Obst- und Gartenbauverein, Katholische Frauengemeinschaft, JKG, Hilfsaktion Togo/Togoville und der Förderverein der Grundschule. Eingeladen gewesen sei auch Dieter Baldo, der Vorsitzende der Kleinkunstbühne Klamotte, die neben ihrem neuen Domizil in der alten Schule im Gemeindezentrum nach wie vor über einen Raum verfüge. Man habe gehofft, von Baldo eine Erklärung dafür zu bekommen, warum er im Gemeinderat (wo er Mitglied der SPD-Fraktion ist) gegen die Auftragsvergaben gestimmt hat.

Die versammelten Vereinsvertreter seien von Ortsvorsteher Helmut Schorpp über den Stand der Dinge informiert worden. Man sei übereingekommen, vom Speckkälblefest 2019 einen Teil der Einnahmen abzugeben, um die Mehrkosten für die Küche in Höhe von rund 5 900 Euro auszugleichen. Gesangvereinsvertreter Schorpp gab sich beim Pressegespräch überzeugt, den Betrag bereitstellen zu können, da noch eine Reserve aus dem vergangenen Fest vorhanden sei.

Weiter schlägt die Vereinsgemeinschaft vor, die geplante Behindertenrampe nicht wie vorgesehen am Haupteingang des Gemeindezentrums zu bauen, sondern am Hintereingang beim Spielplatz. Dort könne die auf 18 000 Euro veranschlagte Schräge wegen der besseren Geländebeschaffenheit mit weniger Aufwand errichtet werden. Als dritten Punkt wollen die Vereine prüfen lassen, ob ein Stromanschluss für 25 000 Euro in der angenommenen Ausführung erforderlich ist.

Die Projektgruppe Gemeindezentrum, in der sich Vertreter aus den Vereinen und dem Ortschaftsrat in den zurückliegenden Jahren in vielen Sitzungen eingehend mit der Planung befasst haben, trifft sich am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr im Rathaus, um das Thema zu erörtern und die genannten Einsparvorschläge genauer auszuarbeiten. Die Sitzung ist öffentlich.

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