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Erreger im Leitungswasser
Erreger im Leitungswasser
17.07.2018 - 00:00 Uhr
Elchesheim-Illingen (hli) - Was genau die Krankheitswelle im katholischen Kinderhaus in Elchesheim-Illingen ausgelöst hat, wird wahrscheinlich ungeklärt bleiben. 39 Kinder und zwei Betreuer nahmen die Erreger wohl über das Wasser zu sich, lautet der Verdacht, den Jan Ulrich Krahl, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts, äußert. Eine in den Kindergarten führende Wasserleitung sei vergangene Woche für einige Stunden defekt gewesen und wurde nicht gespült, begründet Krahl. Durch den fehlenden Wasserdruck könnte sich ein Biofilm gelöst haben.

Kinder und Betreuer im Kindergarten tranken das Leitungswasser, das sei dort so Usus und normalerweise auch in Ordnung. Eine Wasserprobe, die auf Keime getestet wurde, war positiv. "Es wurden Verschmutzungen nachgewiesen." Ob diese aber verantwortlich waren für die Magen-Darm-Infekte? Von Kindern, die am Donnerstag erkrankten, wurden Stuhlproben im Labor untersucht. "Zwei wurden positiv auf das Norovirus getestet." Der Krankheitsverlauf würde jedenfalls zu dem Virus passen. Krahl vermutet, dass sich der Erreger über die Wasserleitung verbreitet habe. "Beweisen können wir das aber nicht." Belastetes Wasser aus der Leitung für eine Analyse habe man nämlich nicht mehr.

Dass das belastete Wasser nur im Kindergarten vorkam, bestätigen übrigens die Stadtwerke Karlsruhe. Sie testeten das Wasser aus Wasserwerk und Leitungsnetz - ohne Befunde. Doch auch die Instandsetzungsarbeiten einer Hausleitung könne nicht der Grund sein, betont Stadtwerke-Leiter Matthias Maier. Man habe Hygienevorschriften eingehalten und die Leitung gespült.

Inzwischen wurde das Gebäude gereinigt, desinfiziert und die Leitungen gespült. Die Ergebnisse einer weiteren Wasserprobe erwartet das Gesundheitsamt am Mittwoch. Das bedeutet, dass das Kinderhaus frühestens am Donnerstag wieder öffnen kann. Notgruppen kommen bis dahin im Haus der Begegnung unter, informiert Pfarrgemeinderatsvorsitzender Daniel Ungerer. Zudem habe man sich für eine Hochchlorung der kompletten Anlage entschieden.

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