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Supermarkt könnte schon im Frühjahr öffnen
Gleich hinter dem Ortsausgang an der Würmersheimer Straße soll ein Einkaufsmarkt (links) entstehen.  Foto: Heck
18.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Helmut Heck

Au am Rhein - Auf dem Gelände neben der Straße nach Würmersheim, auf dem ein Einkaufsmarkt entstehen soll, steht noch ein Acker mit Welschkorn. Er kann noch abgeerntet werden, bevor es mit dem Bau los gehen soll. Man habe sich den Beginn für Oktober vorgenommen, teilte Bürgermeisterin Veronika Laukart am Montag in der letzten Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause mit. Fast 20 Zuhörer waren bei der Zusammenkunft im Vereinsraum der Rheinauhalle anwesend. Auf der Tagesordnung standen die Eingaben, die während der ersten Anhörung zu dem Bebauungsplan mit dem Titel "Nahversorgung Fronäcker" eingegangen waren.

Ein Vertreter des Planungsbüros BIT Ingenieure stellte Anregungen und Bedenken und die jeweilige Erwiderung einzeln vor. Die empfohlenen Abwägungen wurden vom Gemeinderat gutgeheißen. Hauptthemen waren Naturschutz und Lärm. Mit Letzterem befasste sich auch die einzige Eingabe von privater Seite. Ein Bewohner des Wohngebiets "Fronäcker" kritisierte die im Bebauungsplan enthaltene Einschätzung, das "Schutzgut Mensch" sei von den Umweltauswirkungen des Marktbetriebs "nur geringfügig" betroffen als "grenzwertig".

Die gesetzlich festgeschriebenen Lärmwerte müssten Tag und Nacht strikt eingehalten werden, lautete die Forderung. Das Umweltamt des Landkreises hatte sich ähnlich geäußert. Im Hinblick auf die Wohngebiete "Fronäcker" und "Billfeld" müsse vor allem die Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr geschützt werden, verlangte die Behörde.

Die Befürchtungen des Bürgers und seiner Familie bezogen sich vor allem auf den Lieferverkehr und seine Begleiterscheinungen. Der Planer berichtete, dass mittlerweile ein Schallgutachten vorliege. Es komme zu dem Ergebnis, dass die Lärmbelastung "nicht als kritisch einzustufen" sei.

Bürgermeisterin Veronika Laukart teilte mit, dass das Lärmschutzgutachten der Bevölkerung in einer Informationsveranstaltung vorgestellt werde. Sie wies darauf hin, dass die Firma Netto als Betreiber des Einkaufsmarkts versichert habe, während der Ruhezeiten nicht anzuliefern. Dies könnte im Bebauungsplan entsprechend festgeschrieben werden. Mit Blick auf die Höhenentwicklung merkte Walter Hettel (FWG) an, dass sich der Markt "in die Landschaft absenken" werde. Die auf neun Meter begrenzte Gebäudehöhe bleibe dadurch niedriger als das im Gebiet "Fronäcker" erlaubte Maximum.

Die umfangreichste Stellungnahme zu dem im Frühjahr vorgestellten Planentwurf hatte die Naturschutzbehörde des Landratsamts abgegeben. Mit dieser Stelle habe man in der Zwischenzeit einige Gespräche geführt, ließen Bürgermeisterin und Planer wissen. Unter anderem ging es dabei um eine zehn bis 15 Meter breite Eingrünung des Marktareals, den Ausgleich von "Baumstrukturen", die der Fledermaus als Unterschlupf dienen sowie um den Steinkauz. Dieser "sehr störanfällige" Vogel sei zwar nicht auf dem Baugelände, aber in 200 Meter Entfernung gesichtet worden, erklärte der Planer. Laukart hofft, dass er dem Zeitplan für die Bauarbeiten nicht "in die Quere" kommt. Rücksicht muss auch auf Zauneidechsen genommen werden. Für sie werden auf dem Grundstück des Wasserwerks neue Behausungen hergerichtet.

Die Bitten, in der Pflanzliste Traubeneiche durch Stieleiche zu ersetzen und zur Sommerlinde die Winterlinde zu gesellen, wurden mit Schmunzeln aufgenommen. Die Empfehlung, eine Wiese von Hand zu mähen, konterte Walter Hettel (FWG) mit der Aufforderung an die Behörde, es bitte vorzumachen. Im Einzelnen soll der naturschutzrechtliche Ausgleich in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt werden. Das Kreisumweltamt wies auf Grundregeln für die Versickerung von Regenwasser hin. Diese ist für die Kundenparkplätze und Dachflächen vorgesehen. Der Lkw-Entladebereich soll an die Schmutzwasser-Kanalisation angeschlossen werden.

Zur Vermeidung von Überschwemmungen durch Starkregen hielt Hettel den Anschluss des Markt-Geländes an die Regenwasser-Kanalisation für sinnvoll. Laukart winkte ab, die Entfernung zur nächsten Leitung sei zu groß.

Der mit der Abwägung aktualisierte Bebauungsplan wird voraussichtlich Ende des Monats erneut zur Anhörung ausgelegt. Parallel dazu wolle Netto den Bauantrag einreichen, teilte Laukart mit. Die Bauzeit soll sechseinhalb Monate dauern. Eröffnung des Markts könnte demnach im Frühjahr 2019 sein.

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