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Im Sog der singenden Föhnwelle
30.07.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (rw) - Das war ein heißes Konzert im Hof der Rastatter Barockresidenz: Die "singende Föhnwelle" Dieter Thomas Kuhn (DTK) heizte mit seiner "Kapelle" am Freitag enorm ein. Und am Ende der Veranstaltung um 22 Uhr herrschten noch 28 Grad Celsius. Mehr als 5000 Fans machten die Veranstaltung zu einem Kostümfest, bei dem Miniröcke, Schlaghosen, Blumenkränze und die obligatorischen Sonnenblumen eine Flower-Power-Atmosphäre zauberten. Dabei wurde generationenübergreifend das Publikum angezogen.

Unter den Besuchern befand sich auch der ultimative DTK-Fan, Hans-Joachim Brüssow, Kreisbereitschaftsleiter des DRK, mit seinem 15-köpfigen Team. Er war schon 1998 beim damals titulierten Abschiedskonzert von Dieter Thomas Kuhn im Murgpark und dann beim Revival in Iffezheim dabei. "Da kann man das Dienstliche mit dem Angenehmen verbinden", sagt Brüssow, der hinterher trotz enormem Durst-Löschverhaltens der Fans die Disziplin des Publikums besonders lobte.

Susanne, Bettina und Andrea waren aus Bruchsal nach Rastatt gekommen, mit dem Kommentar: "Wenig Grün und viel Schotter im Schlosshof." Doch was soll's, denn hinterher wurden auch sie vor der prächtigen Barock-Kulisse von der Flower-Power-Welle und durchgehend deutschen Texten mitgerissen, wie auch Joe, Tina und Claudia aus Malsch bei ihrer Kuhn-Konzert-Premiere, für die sie sich eigens ein ABBA-Outfit zugelegt hatten.

Wenn auch der Meister mit der Föhnwelle etwas verspätet sein Konzert mit über zwei Dutzend Titeln startete: Die Fans warteten geduldig und genehmigten sich in der Hitze noch einen weiteren Becher mit Bier, Schorle und Mineralwasser mit der Aufschrift: "Ein Becher voller Liebe, Lust und Leidenschaft". Dazu eine Besucherin von den Rastatter Schellenteufeln: "Entweder man liebt Dieter oder man hasst ihn, aber der Zuspruch gibt ihm doch recht?"

Schon der Auftakttitel, "Sag' mir quando, sag mir wann" und hinterher die "Fiesta Mexicana" entfachten eine Woge der Begeisterung. Für die nächsten zweieinhalb Stunden waren Bewegung, Schunkeln, Mitsingen und Spaß pur angesagt. "Ich will nicht viel reden, die Musik soll wirken", hatte DTK angekündigt und dabei surfte er unpolitisch in der heilen Welt.

Doch eines konnte sich der Mann mit dem aufgeklebten Brusttoupet, Glitzeranzug und Perücke nicht verkneifen: seine verbale Breitseite gegen Donald Trump.

Die Deutschhits der letzten Jahrzehnte am laufenden Band liefen runter wie Butter. Und während die Kommunikation unter den Besuchern, das Mitmachen und Durstlöschen ganz groß geschrieben wurden, erklang der Schlosshofchor zu Reinhard Meys "Über den Wolken". Wie immer zeigte das DTK begleitende Septett nicht nur bei "Amore mio" oder Vicky Leandros' "Ich liebe das Leben", zu was sie qualitativ mit manchem gebotenen Showeffekt in der Lage sind.

Etwas überraschend waren Kuhns Einschübe zu einem geplanten erotischen Kurzfilm. Mancher vermisste das frühere Bombardieren mit BH's und Höschen oder sexy Angebote von Besucherinnen. Doch das Geplapper störte die Fans im Schlosshof überhaupt nicht und sie machten bei den Hits mächtig mit. Mit einem Ramazotti zwischendurch zelebrierte DTK "Über sieben Brücken", "Willst du mit mir gehen" und mit viel "Uh-uh-uh-uh" begleitet "Es war Sommer".

DTK sprach anlässlich "Wunder gibt es immer wieder" sein 25-jähriges Erfolgswunder an, bei dem sich nichts verändert habe, inklusive Zuspruch der Fans. Dazwischen auch anspruchsvoll, stark und gefühlvoll Kuhns Interpretation von Rio Reisers "Für immer und Dich".

Mit Pyrotechnik und Lasershow vor der prächtigen Kulisse verabschiedete sich DTK von der seligen und begeisterten Fangemeinde mit der Perspektive aufs nächste Mal und dem Abschlusstitel: "Tränen lügen nicht!"

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