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Innenstadt weiter im Wandel
Blick in die Rastatter Poststraße. Das Innere des 'Braustübl' (Bildmitte) wird für eine Neueröffnung saniert.  Foto: Melcher
04.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Neu- beziehungsweise Wiedereröffnungen, Schließungen, Verhandlungen: In der Rastatter Innenstadt ist derzeit wieder viel Bewegung. An prominenter Stelle: Das seit rund einem Jahr geschlossene "Braustübl" in der Poststraße. Es soll noch in diesem Jahr wiederbelebt werden, derzeit laufen Sanierungsarbeiten.

Neue Pächter sind Sabine und Michael Hauns, Betreiber der See-Lounge im Plittersdorfer "Freizeitparadies", wie der Eigentümer der Immobilie, die Brauerei Franz, auf BT-Nachfrage bestätigte. Franz hatte das altehrwürdige Gebäude, Keimzelle der Hatz-Brauerei, im vergangenen Jahr erworben. Für Rastatter Bierpuristen interessant: Künftig wird es dort wahrscheinlich weiter Hatz geben, heißt es - neben Franz. Beide Rastatter Biere in einem Lokal: Dass beide Brauereien mit Wolfgang Scheidtweiler inzwischen denselben Besitzer haben, macht's möglich.

Das "Braustübl" soll wieder zur "guten Stube Rastatts" werden, wie Franz-Geschäftsführer Lionel Berger erläutert, mit deutsch-badischer Küche. Dafür wird die Gaststätte umfassend saniert, von der Küche über Toiletten und Gastraum bis hin zu den Fenstern. Denkmalgeschützte Dinge bleiben natürlich erhalten, so Berger.

Ebenfalls neu eröffnet hat in der unteren Kaiserstraße das Modegeschäft Gioia - an der Stelle, wo Anfang Juni Vestino geschlossen hatte. Dessen Filialleiterin Beate Di-Gioia hat das Heft in die eigenen Hände genommen und betreibt mit derzeit zwei Mitarbeiterinnen ihr neues Geschäft für Damenmode. "Die Nachfrage war da", berichtet sie im BT-Gespräch, Kundinnen seien über Rastatt hinaus bis nach Frankreich und aus der Karlsruher Gegend gekommen. Stammkundschaft, auf der sie nun mit eigenem Einkauf aufbauen will. Di-Gioia kennt die Barockstadt gut: Seit 2001 ist sie am Standort, vor Vestino auch schon bei Adessa an derselben Adresse.

Das Aus kommt derweil für die S.Oliver-Filiale in der Poststraße - zum 1. September schließt das Geschäft - und für Gerry Weber in der Kaiserstraße. Dort wird am 22. August zum letzten Mal verkauft. Nicht immer liegt es am Standort Rastatt, wenn Geschäfte schließen. City-Manager Johannes Flau weist darauf hin, dass die Vestino-Kette komplett abgewickelt werde und dass auch Gerry Weber sein Filialnetz reduziert. Von Neuausrichtung und Konsolidierung spricht das Unternehmen selbst. Nach der Schließung von Geschäften, die die Zielmargen nicht erreichten, in den Jahren 2016/17, gelte nun, "dass im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs bei zirka fünf Prozent unserer Stores Mietverträge auslaufen, nicht verlängert oder neu abgeschlossen werden. Das galt leider auch für den Gerry-Weber-Store in Rastatt, dessen Mietvertrag ausläuft (...)". Zehn Jahre hatte er Bestand.

Wie geht's dort weiter? Es gibt einen Interessenten für das Gebäude, noch aber sei nichts unterschrieben, heißt es. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um die Post handeln.

Bei S.Oliver indes hat die Rastatter Filiale offenbar schlicht nicht die Umsatzziele erreicht, die sich das Unternehmen gesetzt hatte. "Schade", findet auch Citymanager Flau, sei das mittelpreisige Sortiment dort doch eigentlich an der passenden Stelle gewesen. Im Konkurrenzkampf der Textilbranche sieht Flau indes eine Verschiebung hin zu günstigen Anbietern, eine Entwicklung, die sich auch in Rastatt zeigt. Einkaufsstandorte werden sich weiter verdichten, prognostiziert er, gerade in Seitenrandlagen werde es für Textilgeschäfte immer schwieriger. Aktuell bremst auch die Baustelle in der Kaiserstraße die Zugkraft, auch wenn es später dort "wunderschön" werde, so Flau - Interessen von Firmen seien dort schon festzustellen, oft aber mit Fragen verbunden, wie lange die Baustelle noch dauere und welche Einschränkungen damit verbunden seien. So liefen etwa bezüglich des leerstehenden Durm-Gebäudes Verhandlungen mit einem größeren Textilunternehmen, das schon länger versuche, nach Rastatt zu kommen. Noch ist nichts abgeschlossen.

Dafür zeichne sich ab, dass es nun für Mr. Pizza weitergeht, das seit geraumer Zeit mit einer baldigen Eröffnung in der ehemaligen Nordseefiliale wirbt. Da habe es noch Abstimmungsbedarf zwischen Eigentümer und Betreiber gegeben, der nun wohl geklärt sei.

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