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"100 Glücksmomente kommen zurück"
Clownfrau Will sorgt für viel Spaß: Nur ein Programmpunkt bei der zweiwöchigen Ferienfreizeit.  Foto: Frank Vetter
09.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Frank Vetter

Rastatt - Clown Will steht mit seiner roten Nase vornübergebeugt im Turnraum des Kindergartens der Zwölf-Apostel-Gemeinde Rastatt und sucht. Vor ihm rund 50 Kinder, die teilweise vor Vergnügen quietschen. "Wo sind sie denn?", fragt die Clownfrau. Die gesuchten Kids haben sich hinter ihrem Rücken versteckt und strahlen vor Vergnügen. Die Inklusionsferien-Freizeit der katholischen Kirche in Rastatt geht in die zweite Woche.

Zwei Wochen lang bietet die Katholische Kirche in Rastatt eine Freizeit für Kinder mit und ohne Handicap an. Eine Mammutaufgabe, für deren reibungslosen Ablauf nun schon im achten Jahr die Pädagogin Petra Möller verantwortlich zeichnet. 50 Kinder, 20 davon mit zum Teil erheblichen Handicaps, gilt es zu betreuen. Es sind Kinder dabei, die ständig eine Betreuerin bei sich haben. "In der ersten Wochen hatten wir 30 Helfer hier im Einsatz", erzählt Petra Möller, die mit der inklusiven Freizeit im Kindergarten von Zwölf Apostel zu Gast ist. "Es sind so verschiedene Menschen, die es unter einen Hut zu bringen gilt", umreißt Möller die Aufgabe. Erzieher, eine Kinderkrankenschwester, Heilerzieher, Pfleger und freiwillige Helfer tragen dazu bei, dass die Kids eine solche Freizeit erleben können. Für die Eltern der gehandicapten Kinder bedeute das Freizeitangebot natürlich eine erhebliche Entlastung, wie Petra Möller betont. Unter den Betreuern sind auch erfreulich viele Jugendliche: 17 Schüler, die sich als Praktikanten engagieren. Wie Jörgen Armbrüster, ein 17-jähriger Schüler des Rastatter Technischen Gymnasiums. Er hat einen behinderten Bruder und war als Kind schon bei inklusiven Freizeiten dabei. Die Kombination gehandicapte und nicht-behinderte Kinder mache es eben aus, so Jörgen, der bereits seit vier Jahren bei Petra Möllers Freizeit mithilft. Oder der 14-jährige Fabian: Er besucht die Karlschule, wo Möller Arbeitsgemeinschaften betreut. Mitschülerinnen empfahlen Fabian als Betreuer. Bereits im vergangenen Jahr war er dabei, und die Betreuung der Kids mache ihm so viel Spaß, das er hier einen Berufsweg für sich sieht. Spaß hat auch Geveon. Acht Jahre ist er alt und nimmt zum dritten Mal als nicht-behindertes Kind an der inklusiven Freizeit teil. "Eigentlich ist es ganz normal", beschreibt er den Umgang, das gemeinsame Spielen mit den anderen Kindern. Die Kinder seien für das Ferienprogramm sehr dankbar, so Möller, die für ihr Engagement den Bürgerpreis der Bürgerstiftung Rastatt bekommen hat. "Was wir hier machen, ist ein Liebeswahnsinn für den wir 100 Glücksmomente zurück bekommen", beschreibt sie ihre Motivation.

Glücksmomente erleben die Kids am Montag nicht nur mit der Clownfrau Will. An einem Tisch stehen andere Kinder Schlange, um von Irina geschminkt zu werden. Das Programm ist vielfältig: Eine Olympiade auf dem Spielplatz an der Mozartstraße, ein Besuch in der Stadtbibliothek, gemeinsames Kochen und sogar ein Kinobesuch. Der wird der Freizeit vom Kinobetreiber spendiert, wie Petra Möller betont. Überhaupt erfahren die Organisatoren viel Unterstützung. Da gibt es Brezeln von einem Bäcker oder eine Eisdiele spendiert Leckeres. Besonders betont Petra Möller das Engagement der Bürgerstiftung, die für die Arbeit wesentlich sei.

Viele Hände, viel Herzblut und viel Arbeit, die zahlreiche Menschen aufbringen, um gehandicapten Kindern aus Rastatt und Umgebung, aus dem Murgtal, aus Bühl, Bischweier und der Hardt die inklusive Ferien-Freizeit zu ermöglichen.

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