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Neue Brücke soll 2020 stehen
Die Wiederherstellung einer direkten Verbindung zur Mehrzweckhalle (links) ist den Niederbühlern wichtig.  Foto: Melcher
09.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Baustellenlärm und Verzögerungen beim Lärmschutz an der Bahnlinie, die als mangelhaft empfundene Kommunikation (siehe: Zum Thema) sowie die Sorge um die künftigen Querungsmöglichkeiten von und nach Niederbühl: Das sind, wie bei einer Bürgersprechstunde mit zwei Projektingenieuren der Bahn nochmals deutlich wurde, Hauptthemen, die die Bewohner des Stadtteils rund um die Tunnelbaustelle bewegen. Die aktuellen Infos hierzu: Die geplante Brücke wird wohl erst im Jahr 2020 fertiggestellt, in Sachen Unterführung zur Mehrzweckhalle läuft eine Machbarkeitsstudie.

Beides sind drängende Fragen für die Niederbühler, denen im Zuge der Tunnelarbeiten drei ehemalige Querungsmöglichkeiten zur anderen Seite der Rheintalbahnlinie genommen worden waren. Zumal, wie es noch im Frühjahr 2017 geheißen hatte, die neue Brücke ab Mitte 2018 hätte gebaut werden sollen und die provisorische Fußgänger-Behelfsbrücke nur für Menschen ohne Handicap nutzbar ist. Die Verzögerung hänge, wie erläutert wurde, damit zusammen, dass man sich noch im Genehmigungsverfahren für die Planung befinde, die neu habe erstellt werden müssen, nachdem auf Wunsch der Stadt ein zunächst nicht vorgesehener Gehweg darauf Platz finden soll. Dass das Bauwerk von vorneherein zu klein konzipiert gewesen sei, darauf habe indes der Ortschaftsrat von Anfang an hingewiesen, so die Entgegnung aus den Reihen. Auch die Havarie machte dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung. Es sei "nervig, zu hören, was alles nicht klappt", fand ein Niederbühler. Da wäre es doch mal ein "Bonbon" für die Betroffenen, "Gas zu geben und das Verfahren zu beschleunigen." Allein: "Man merkt das Wollen nicht", so der Vorwurf an die Bahn.

Fragezeichen hinter Unterführung

Das Thema soll nun nochmals intern aufs Tapet gebracht werden, gleichwohl machten die Projektingenieure Sebastian Roedig und Holger Müller keine allzu großen Hoffnungen: Thema seien die Sperrpausen an der Bahnstrecke, die man brauche, um den Mittelteil der Brücke einzubringen. Diese müssen lange im Voraus angemeldet und festgelegt werden - und sind nun für 2020 terminiert. Die Sperrpausen vorzuziehen, könne man jedoch nicht versprechen. Infos, die auch den Niederbühlern bisher nicht bekannt waren.

Was die einstige Unterführung zur Mehrzweckhalle angeht, rückt ein Bereich einige Meter nördlich der ehemaligen Verbindung in den Fokus: "Es ist eng da unten", verdeutlichte Roedig. Oben die Bahn, unten der Tunnel, dann auch noch die im Zuge der Reparaturarbeiten eingebaute Betonplatte - dazu kommt, dass bei einem Neubau andere Regeln gelten, was Höhe und Rampen angeht. Die Machbarkeitsstudie soll klären, was möglich ist - "irgendeine Querung wird es geben, zusätzlich zur Hans-Thoma-Brücke" (notfalls als Überführung mit Aufzug), so die Zusage an die Niederbühler, denen eine direkte Verbindung zur Halle wichtig ist.

Verzögerungen gibt es auch beim Lärmschutz. Nach Ansicht eines Anwohners ist derweil die Lärmbelästigung durch die Rheintalbahn gestiegen, seit die Betonplatte unter den Gleisen liegt. Dass die Lärmschutzwand, auf die er wartet, eigentlich für diesen Sommer angekündigt war, sei jedoch an die geplante Fertigstellung des Tunnel-Rohbaus gekoppelt gewesen. Es sei nun bereits "der vierte Sommer, in dem wir unseren Garten kaum nutzen können", so der Mann, der zudem darüber klagt, dass sich Dachfenster nicht mehr öffnen lassen, weil sich vermutlich durch die Rammarbeiten der Dachstuhl etwas verschoben habe. Das soll geprüft werden. Einige Meter weiter an der Bahnlinie entlang warten Anwohner auf die Schließung einer Lücke zwischen dort bereits bestehenden Lärmschutzbauten. Dass zwei Ausschreibungen vergebens waren, sorgt offenbar ebenfalls für rund zwei Jahre Verzögerung.

Einiges zu erwarten haben die Anwohner auch, wenn die Tunnelvortriebsmaschine aus ihrem Betongrab geholt wird. Anhand der Fräßarbeiten am Betonpfropfen, der einst die Schadensstelle vom intakten Tunnelteil abtrennte, hat man schon Vorstellung von dem künftigen Lärm und den Vibrationen. Wie man die Maschine rauskriegt? Varianten werden geprüft. Man habe ja keine Erfahrungen, auf die man zurückgreifen könne. Generell werde an der Baustelle doppelt und dreifach geplant, damit man, sobald das Ergebnis des Schlichtungsverfahrens vorliegt (frühestens zum Jahresende) gewappnet ist. Schließlich wolle man, dass der Tunnelbau dann möglichst schnell weitergeht. 2024 will man fertig sein.

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