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Wunsch nach einem großen Atelier
An einem Graffiti-Workshop können Besucher beim Sommerfest des Jugendkulturvereins Art-Canrobert teilnehmen. Foto: F. Vetter
13.08.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (fuv) - Graffiti-Workshop, T-Shirts gestalten, Kinder- und Erwachsenenschminken, eine offene Bühne, ein kleiner Flohmarkt sowie viel Livemusik: Mit einem Sommerfest hat der Rastatter Jugendkulturverein Art-Canrobert sein 20-jähriges Bestehen gefeiert.

Es sei das größte Fest seit Jahren, betonte Claudio Oechsler, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Das Sommerfest wurde in Zusammenarbeit mit dem Ensemble 99 und dem Theater Phönix vorbereitet. Vom Ensemble stammten beispielsweise die Sitzgelegenheiten, auf denen sich die Gäste im Hof des ehemaligen SWI-Gebäudes und heutigen Domizils von Art-Canrobert am Nachmittag austauschten. Es seien viele Besucher schon am frühen Nachmittag gekommen, freute sich Amelie Wagner, Kassiererin des Vereins und Mitorganisatorin der Fete. Auch ganz neue Leute, darunter ältere Besucher, hätten vorbeigeschaut. Mit dabei war wohl auch der eine oder andere neue Nachbar. Seit kurzem sind die ersten Bewohner eines der ehemaligen Kasernengebäude auf dem Joffre-Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft eingezogen, und das funktioniere sehr gut, betont der Vorsitzende des Kulturvereins Philipp Erben.

Das Jubiläumsfest fand unter positiven Vorzeichen statt: Nachdem die Stadt beschlossen hat, das Gebäude an der Karlstraße zu behalten und zu sanieren, ist die räumliche Zukunft von Art-Canrobert gesichert. Im ersten Obergeschoss des Gebäudes verfügen die Jugendlichen über 436 Quadratmeter. Auf dieser Fläche gibt es unter anderem Proberäume für Bands, einen Veranstaltungsraum und eine Werkstatt. Das sei nicht eben viel, so die Verantwortlichen von Art-Canrobert. Die Proberäume für Bands seien mehrfach belegt. "Es gibt so viele Leute, die einen Proberaum suchen", berichtet Erben. Und Art-Canrobert sei besonders begehrt, weil die Bands außer den Unkosten nichts bezahlen müssen. "Kunst für jeden zugänglich machen", wie Amelie Wagner erläutert, ist das Prinzip des gemeinnützigen Vereins, der neben der städtischen Förderung auch Landeszuschüsse für seine kulturelle Arbeit erhält. Dazu wünschen sich die Art-Canrobert-Macher, viele studieren inzwischen oder sind bereits im Berufsleben angekommen, ein großes Atelier. Die bildenden Künste sollen mehr in den Fokus gerückt werden. Neben den Künsten sind es gesellschaftspolitische Themen oder die Ernährung, die Art-Canrobert in Vorträgen thematisiert. Und sehr viel Do-it-yourself. Von anfallenden Reparaturen und gestalterischen Arbeiten bis hin zu Workshops fürs Fahrradreparieren.

"Ohne Art-Canrobert würde es in Rastatt keine Jugendkultur geben", stellt Erben selbstbewusst fest. Um die Kulturszene für junge Rastatter weiter zu beleben, hoffen die Art-Canrobertler, auf ihrer Etage im SWI-Gebäude zukünftig noch mehr Raum nutzen zu können.

Art-Canrobert ist seit 2004 im Dörfel ansässig. Gegründet wurde der Verein, der Name legt es nahe, auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Canrobert: Dort wo heute die Waldorfschule unterrichtet, nahm das Projekt seinen Anfang.

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