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Das Wärmenetz wächst und wächst
14.08.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Wenn es um Wärmeversorgung durch die Star-Energiewerke in Rastatt geht, dann sind Geschäftsführer Olaf Kaspryk und Prokurist Volker Bunte "Überzeugungstäter", die mit bekennender Leidenschaft dieses Geschäftsfeld ausbauen. Die Dynamik ist seit Monaten im Stadtbild erkennbar, weil das kommunale Versorgungsunternehmen Leitungen im großen Stil verlegt. Fragen und Antworten:

Wie funktioniert eigentlich Wärmeversorgung?

Bei der Nahwärme werden über eine gemeinsame Heizzentrale Gebäude über ein Leitungsnetz mit Wärme versorgt. In dieser Heizzentrale steht nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsprinzip ein Blockheizkraftwerk, das zeitgleich Strom und Wärme energie- und kosteneffizient produziert.

Ein Blockheizkraftwerk ist eine "Heizung mit Stromerzeugung" auf engstem Raum, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert: Ein mit Erdgas betriebener Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme wird mittels eines Abgas-Wärmetauschers zur Heizenergieversorgung und für Warmwasser genutzt. Das spart Energie, denn der eingesetzte Brennstoff wird doppelt genutzt - für die Wärme und Stromversorgung.

Warum ist die Wärmeversorgung für die Star-Energiewerke so ein großes Thema?

Erste kleine Schritte sind die Stadtwerke bereits in den 90er-Jahren gegangen, als man im Hallenfreibad Alohra ein Blockheizkraftwerk in Betrieb nahm und Häuser in der Umgebung versorgte. Gesetzesänderungen wie das Erneuerbare-Wärme-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz haben die Wärmeversorgung dann zunehmend attraktiver erscheinen lassen.

Für Hauseigentümer wurde die Wärmeversorgung zur Alternative, weil das Gesetz ihnen mittlerweile bei Sanierungen vorschreibt, zur CO2-Einsparung mindestens 15 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Das kann man etwa durch Solartherme, Biogas, erhöhte Wärmedämmung oder eben durch Wärmeversorgung erreichen.

Was haben die Star-Energiewerke bislang erreicht?

Seit dem Jahr 2013 haben die Star-Energiewerke rund 8,1 Millionen Euro in den Ausbau des Wärmenetzes einschließlich Wärmeerzeugungsanlagen investiert. Das Leitungsnetz ist auf mittlerweile 16,1 Kilometer gewachsen. Erster größerer Kunde war das Landratsamt, das eine Wärmeversorgung für die Augusta-Sibylla-Schule beschloss. Weitere Groß-Projekte: das Joffre-Areal, die Schloss-Galerie und Badner Halle, das Neubaugebiet Baldenau, die Handelslehranstalt, das Tulla-Gymnasium und das Murg-Carreé der Baugenossenschaft Gartenstadt. Gespräche über das Hatz- und Franz-Areal und die Technische Betriebe der Stadt laufen.

Hinzu kommen die privaten Hauseigentümer. Mittlerweile versorgen die Star-Energiewerke 884 Wohnungen mit Wärme. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es noch 370. Der Wärme-Anteil unter den Energieträgern ist damit auf 13 Prozent gestiegen.

Für welche Kunden kommt eine Umstellung auf Wärme infrage?

Die Gebäude sollten entlang dem Leitungsnetz der Star-Energiewerke liegen. Geeignet sind vor allem ältere Wohnblöcke und historische Gebäude. Eine gute Gelegenheit besteht, wenn eine Sanierung ansteht oder die Heizung erneuert werden muss. Investitionskosten fallen für den Eigentümer beim Hausanschluss an. Je nach Innenausbau sind auch Veränderungen bei der Installation erforderlich.

Bestehen Risiken bei der Versorgung und wegen der Vertragslaufzeit?

Das Risiko einer Einschränkung bei der Versorgung sehen die Star-Energiewerke als gering an. Das Unternehmen hat auch mehrere Wärmepumpen im Einsatz; auf dem Gelände stehen außerdem zwei Pufferspeicher. Kunden müssen einen Vertrag über eine Laufzeit von zehn bis 15 Jahren abschließen. Es besteht jedoch eine Preisgleitklausel, die an den Gaspreis gekoppelt ist. Den Einsatz von Wärme fördert der Staat über günstige KfW-Darlehen.

Rechnet sich das Ganze für die Star-Energiewerke?

Derzeit schreibt das Unternehmen mit der Wärmeversorgung noch rote Zahlen. Geschäftsführer Olaf Kaspryk hebt aber die ökologische Bedeutung hervor, auch mit Blick auf die Energiewende. Die Wertschöpfung bleibt vor Ort. Und es entstehen keine Abgase und kein Lärm.

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