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Im Ried formiert sich Widerstand
Nicht gegen Daimler, aber gegen die aktuellen Werkserweiterungspläne ziehen nun Aktivisten durch die Straßen.  Foto: av
16.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Nora Pallek

Rastatt - Im Ried formiert sich Widerstand gegen die jetzige Planung der Daimler-Erweiterung. Erwin Groß hat eine Unterschriftenaktion gestartet. Der Unternehmer und stark ehrenamtlich engagierte Ottersdorfer will es nicht hinnehmen, dass im Landschaftsschutzgebiet Industrie angesiedelt werden soll. Stattdessen fordert er eine Einbeziehung des Merzeau-Geländes in die Planung. Zudem verweist er auf wachsenden Verkehr in den ohnehin schon stark belasteten Riedorten Ottersdorf und Wintersdorf.

Bei einem ersten Treffen am Dienstagabend scharte Groß rund 20 Unterstützer um sich, darunter etwa die Ottersdorfer SPD-Ortschaftsrätin Daniela Gallant und Kleingärtner aus dem Oberwald. Die Aktivisten ziehen ab sofort durch die Straßen der Riedgemeinden und den Kreis der Kleingärtner, um Unterschriften zu sammeln.

Auch die Mitglieder der Schützengesellschaft 1726 Waidmannslust Rastatt, deren Vereinsheim der Daimler-Erweiterung weichen soll (wir berichteten), will das Team ansprechen.

"Wir sind nicht gegen Daimler. Wir wollen nur eine für alle Seiten verträgliche Lösung", betonte Groß bei der Veranstaltung. Den Text auf der Unterschriftenliste hat er so formuliert: "Wir fordern die Verwaltung, die Daimler AG und die Planer auf, den jetzigen Plan fallen zu lassen und in die neue Planung das Merzeau-Gelände einzubeziehen. Wir wollen keine weitere Zunahme des jetzt schon unzumutbaren Verkehrs durch Ottersdorf und Wintersdorf. Wir wehren uns dagegen, ins Landschaftsschutzgebiet Industrie anzusiedeln, wenn im Gegenzug der Schandfleck Merzeau als Gewerbepark sinnvoll gestaltet werden könnte."

Diesen Forderungskatalog wollen die Kleingärtner im Oberwald um den Erhalt ihrer Schrebergärten erweitern. "Was hier in vielen Jahren gewachsen ist, kann man nicht einfach so ersetzen", erklärte eine Teilnehmerin. Sie verwies zudem auf die vielen Tierarten, die sich dort mittlerweile angesiedelt hätten.

Welche Tiere genau auf dem Areal leben, werde aktuell in einer Erhebung ermittelt, informierte Daniela Gallant. Die Ortschaftsrätin wies auch darauf hin, dass am Mittwoch, 12. September, um 19.30 Uhr im Clubhaus des Fußballvereins Ottersdorf ein "Bürgergespräch" zum Thema Daimler-Erweiterung stattfindet. Bei der auf Initiative der SPD organisierten Veranstaltung wird Gunter Kaufmann als Vertreter der Naturschutzverbände anwesend sein.

Am 17. September steht das Thema Erweiterungsplanung auf der Tagesordnung des Rastatter Gemeinderats. Noch vor diesem Termin will Groß die Unterschriftenliste an OB Hans Jürgen Pütsch übergeben. "Wir hoffen, dass wir die Planung damit in eine umwelt- und bürgerfreundlichere Richtung lenken können."

Wie berichtet, haben sich die Gemeinderatsfraktionen von CDU, SPD, FW und Grünen sowie die FDP bereits öffentlich dafür ausgesprochen, an diesem Tag noch keine Entscheidung zu fällen.

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