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"Zwischen den Menschen muss es funktionieren"
Harald Besinger am Faneser Platz mit Vangi-Skulptur und Flagge der italienischen Partnerstadt.  Foto: Melcher
18.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Das Interesse bei den Rastattern ist ungebrochen: Wenn am 2. September die nächste Bürgerfahrt nach Fano startet, werden sich wieder zwei Doppeldeckerbusse mit rund 140 Mitreisenden in Richtung Partnerstadt in Bewegung setzen. Ebenso ungebrochen ist die Motivation beim Organisator und Reiseleiter: Harald Besinger, der heute seinen 75. Geburtstag feiert.

Für den früheren Leiter der Rastatter Redaktion des Badischen Tagblatts (1975 bis 2005), von 1989 bis 2000 auch BT-Chefredakteur, ist es die nun vierte Partnerschafts-Bürgerreise, die er als Ruheständler für die Stadt auf die Beine stellt. Diese hat sich damit einen profunden Kenner geangelt - kaum ein Rastatter hat sich bislang wohl mehr für die Städtepartnerschaften engagiert als er. Er hat gerade Orange und Fano nicht nur selbst schon zigfach besucht und kennt die Gegenden dort wie seine Westentasche. In seiner Zeit beim BT hatte er von 1977 bis 2001 auch bereits mehrere Leserreisen dorthin organisiert.

Sicher ein Höhepunkt: Als die Städtepartnerschaft mit Fano Gestalt annahm, rollten unter Besingers Leitung 1985, 1986 und 1988 jeweils Sonderzüge mit über 500, am Ende sogar 650 Rastattern in die neue Partnerstadt, insgesamt 1700. Das war nicht mehr zu toppen, erinnert er sich. In den Folgejahren wurden wieder kleinere Busreise-Brötchen gebacken.

Als die Stadt anlässlich der 30-Jahr-Feier der Partnerschaft mit Fano 2015 erstmals eine offene Bürgerreise plante, lag es also nahe, Besinger anzusprechen, der dann anschließend wiederum erfolgreich die Fahrten 2016 nach Orange und im vergangenen Jahr nach Ostrov organisierte. Auch die neuerliche Fano-Reise (2. bis 7. September) ist eigentlich wieder ausgebucht - nur aufgrund krankheitsbedingter Absagen sind kurzfristig fünf Zimmer frei geworden; wer Interesse hat, kann sich noch unter (01520) 1949985, E-Mail rastatt-fano@online.de melden.

Dem Journalisten, 33 Jahre und fünf Monate lang beim BT, war es schon immer wichtig, nicht nur kritischer Begleiter des Geschehens in der Region zu sein, sondern auch Kontakt zwischen den Menschen fördern zu können - gerade, was die internationalen Städtefreundschaften angeht. Denn: "Partnerschaften können auf Dauer nur Erfolg haben, wenn es zwischen den Menschen funktioniert". Sein Ziel: etwas von der dortigen Kultur und Lebensart zu vermitteln. Seine Hoffnung: dass die Reisen den Partnerschaften neuen Schwung verleihen können. Ein Wunsch zudem: dass sie künftig auch mehr junge Leute, Familien und Vereine ansprechen.

Reiseorganisation, das bedeutet für Besinger nicht nur, am Computer zu sitzen - allein diese Stunden zusammengenommen komme man bestimmt auf einen Zwei-Monate-Vollzeitjob, von der Zusammenstellung des Programms bis hin zur Aushandlung der Hotel-Kontingente. Er besucht schon im Vorfeld die jeweiligen Ziele persönlich. Kommt man mit dem Doppeldeckerbus überall durch? Sind die Straßen breit und die Unterführungen hoch genug? Viele Kleinigkeiten gilt es zu klären und zu berücksichtigen. Dass er Italienisch und Französisch spricht (und man in Ostrov mit Deutsch gut durchkommt) und die entsprechenden Kontakte hat, hilft da natürlich. Anlässlich der bevorstehenden Fahrt etwa besuchte er mit Gattin Ingrid die Einweihung der neuen Skulptur von Giuliano Vangi in Pesaro; auch diese wird bei der Bürgerreise besichtigt, und der Künstler wird sich dazugesellen.

Besingers Anspruch: Immer wieder ein neues Programm anzubieten. Jede Menge Arbeit und Verantwortung, die man freiwillig nur auf sich nimmt, wenn man es gerne macht. "So lange ich fit bin und Freude daran habe, mache ich das", bekräftigt der nun 75-Jährige. Aktuell fühlt er sich "sehr fit", wie er betont. Und plant schon weiter. Vielleicht eine Bürgerreise in die britische Stadt Woking, trotz der eher beschwerlichen Anreise... "Das ist aber noch Zukunftsmusik."

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