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Vorpremiere am Drehort
Auf viel Interesse stößt der teilweise in den Rastatter Schlössern gedrehte Film beim Kinosommer im Kulturforum. Auch etliche Rastatter sind auf der Leinwand zu sehen.  Foto: Gangl
20.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Rastatt - Mit einem besonderen Schmankerl hat der Rastatter Kinosommer am Samstagabend sein Silberjubiläum, die 25. Auflage, gefeiert. Die Rastatter können stolz sein, denn noch vor dem offiziellen Kinostart am 13. September wurde im Innenhof des Kulturforums der Film "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" uraufgeführt, der teilweise in Rastatt gedreht wurde. Unter den Zuschauern waren auch einige der Statisten aus der Region, die ihre Szenen nochmals miterlebten.

Begrüßungsworte am Jubiläumsabend überbrachte Bürgermeister Raphael Knoth, der bemerkte, die Jahre 1993 und 1994 seien prägend für die Rastatter Kulturszene gewesen. Er erinnerte an die Eröffnung der Galerie Fruchthalle, an die erste Auflage des tête-à-tête und an den Start des Kino-Sommers, der 1994 erstmals stattfand. Unter den Besuchern konnte er nicht nur den damaligen Initiator des Kino-Sommers, Jürgen Pfeifer, begrüßen, sondern nach Aufruf auch einige im gezeigten Film mitwirkende Komparsen.

Im Februar dieses Jahres hatte in den Räumen der Tanzschule Müller in Rastatt das Casting stattgefunden, das auf überaus große Resonanz gestoßen war. Doch die Kölner Filmproduktionsgesellschaft hielt sich mit Aussagen sehr bedeckt und gab aus Datenschutzgründen keine Namen preis. "Ich bin gespannt, ob ich mich wiedererkenne", sagte Maximilian Wawrzinek aus Wintersdorf. Der 24-Jährige, der Waldwirtschaft studiert, ist in Rastatt kein Unbekannter, denn wer schon mal eine Stadtführung unternahm oder die Kasematten besichtigte, konnte ihn in historischem Gewand sehen. Der junge Mann ist Mitglied im historischen Verein Rastatt. "Ich bin zum Casting, weil mich die Filmhistorie und die historischen Kostüme interessierten", erklärte er. Zwei Tage lang, und das neun Stunden am Tag, stand er im Rastatter Schloss und in Schloss Favorite vor der Kamera. "Ich bin gespannt, wie gut es rüber kommt", so Maximilian Wawrzinek, der gleich drei Rollen übernommen hatte: Theaterbesucher, englischer Polizist und Filmhändler. Auch Alisa Hartmann aus Muggensturm sah sich im Film wieder. Die 26-jährige Sportwissenschaftlerin ging zusammen mit ihrem Freund Marcel Schiebenes aus Muggensturm zum Casting. "Ich war bei der Hochzeitsgesellschaft im Ahnensaal des Rastatter Schlosses dabei, Marcel war ein englischer Polizist", erzählte sie. Sie seien aus Spaß zum Casting gegangen. Aufgeregt bei den Dreharbeiten, nein, das seien sie nicht gewesen. "Aber es war ein großes Abenteuer, das Spannende war der Dreh", waren sie sich einig. Das fand auch der 23-jährige Mario Bisbar aus Rastatt, der molekulare Biotechnologie studiert und schon öfter beim SWR aushalf. Brecht kennt er noch vom Gymnasium. Kribbelig war es ihm während der Dreharbeiten schon, denn er spielte einen jungen SA-Mann in Uniform.

"Ich lebe in finsteren Zeiten", hatte Bertold Brecht 1933 gesagt, als die 1928 uraufgeführte Dreigroschenoper von den Nationalsozialisten verboten wurde. Der gezeigte Film im Film spiegelt Vergangenes, kommt in der Gegenwart an und fordert dazu auf, Geschichte nicht zu wiederholen.

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