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Neue Sicht auf alte Mauern
20 Fotoarbeiten von Studenten der Europäischen Fotoakademie sind in der Erinnerungsstätte im Rastatter Schloss zu sehen. Die Vernissage zieht viele Interessierte an.  Foto: Gangl
20.08.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ar) - Festungsbauwerke finden sich an vielen Orten. Von weitem sind die massiven Festungsmauern zu sehen, doch oftmals bleiben die unterirdischen Verteidigungssysteme unsichtbar. Historische Vereine spielen die Rolle des Kümmerers und haben schon so manche Kasematte wieder ins Rampenlicht gestellt. Aktiv wurde hierbei auch die Europäische Fotoakademie in Rastatt, die am Freitagabend ihre Sonderausstellung "Festungen - Monumentale Zeugen einer bewegten Geschichte" eröffnete.

Die Ausstellung im Obergeschoss der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der Deutschen Geschichte im Residenzschloss Rastatt ist bis 30. September zu sehen. Die Schau soll als Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 als "Sharing Heritage" vorgeschlagen werden.

Über 60 Besucher konnte Matthias Gessler, Leiter der Fotoakademie und Initiator der Ausstellung, zur Vernissage begrüßen. Es ist bereits die vierte Ausstellung, zu der die Europäische Fotoakademie im Residenzschloss Rastatt einlädt. Nach Themen wie Freiheit, Revolution und aktives Bürgertum widmeten sich die 13 Akademiestudenten in ihrer jüngsten Projektwerkstatt dem nicht alltäglichen Thema Bollwerke und Festungen. Ihren Blick richteten sie auf die Bundesfestungen Ulm, Landau, Rastatt und die Festung Germersheim.

"Festungen sind architektonische, bis ins Detail durchdachte Glanzleistungen unserer Vorfahren. Es sind Baudenkmäler, um deren Erhalt sich mittlerweile viele Menschen einsetzen", sagte Matthias Gessler, der sich gemeinsam mit seinem Studententeam auf die spannende Geschichte einließ, dabei besondere künstlerische Blicke in dunkle Gänge erhielt oder so manches Mauerwerk im Spiel des Lichts neu entdeckte.

Präsentiert werden 20 Fotoarbeiten, unter ihnen viele Fotocollagen, die aus Hunderten von Aufnahmen für die Ausstellung ausgewählt wurden. Wie Gessler sagte, wurden zahlreiche fotografische Techniken wie die HDR-Multishot-Technik, Infrarot, verschiedene Filter oder das Fisheye für Panoramaaufnahmen genutzt. Entstanden sind Fotografien, die den architektonischen Meisterwerken schmeicheln, ihre feinsten Glanzlichter herausdeuten und sie in einem ganz anderen Licht erschienen lassen.

Die Bäume verwandeln sich dank Infrarot in einen Zauberwald, das Kerzenlicht im kleinen Fenster einer Kasematte in Rastatt spendet Wärme, der Blick die Treppe hinunter in den Keller der Festung erzeugt Spannung und das Weißenburger Thorgebäude der Festung Germersheim spiegelt sich plötzlich im Wasser.

Vorgestellt wurden die monumentalen Bauwerke am Freitagabend von Dr. Ruth Schmelzer von der Europäischen Fotoakademie, die über die Bundesfestung Ulm referierte, von Hans-Dieter Hirschfeld, Vorsitzender des Festungsbauvereins Landau, von Frauke Vos-Firnkes von der Geschäftsführung Tourismus Germersheim und von Dr. Irmgard Stamm vom historischen Verein Rastatt. "Jede Kasematte und jede Kaserne ist schöner, als das, was heute entsteht und Stadtvilla genannt wird", sagte sie.

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