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Ein "Gartendessert" für das Markgrafenpaar
Das Gartendessert ist ein Tafelschmuck aus Porzellan. Es wurde hergestellt für die Hochzeit des Markgrafen Ludwig Georg mit Maria Anna Josepha von Bayern. Foto: St. Schlösser und Gärten
23.08.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (red) - Tafelaufsatz mit Gartenlandschaft: Wie kunstvoll diese barocke Tradition der Tischdekoration aus feinstem Porzellan ausgestaltet wurde, können Besucher vom 22. August bis zum 30. Oktober im Schloss Favorite bestaunen.

Unter dem Titel "Nymphenburger Gartendessert" wird im Porzellanschloss der Markgräfin Sibylla Augusta eine Nachbildung des berühmten Tafelaufsatzes aus der Nymphenburger Porzellanmanufaktur präsentiert - 1755 für die Hochzeit der bayrischen Prinzessin Maria Anna Josepha Augusta mit dem Markgrafen Ludwig Georg von Baden geschaffen. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Staatlichen Schlösser und Gärten mit der Nymphenburger Porzellanmanufaktur im Rahmen des Themenjahrs 2018 "Von Tisch und Tafel".

Tafeldekorationen, bei denen Gartenelemente auf dem Tisch Verwendung fanden, haben eine lange Tradition. Anlässlich des Themenjahrs "Von Tisch und Tafel" können im Vor- und Audienzzimmer der Markgräfin Sibylla Augusta, das auch als Speisezimmer genutzt wurde, Nachbildungen von 32 Figuren des "Nymphenburger Gartendesserts" aus dem 20. Jahrhundert bewundert werden, die für die Präsentation im Schloss Favorite von der Nymphenburger Porzellanmanufaktur ausgeliehen wurden: ein Kavalier, eine Dame und eine Figurengruppe, 23 Heckenelemente, zwei kleine und zwei große Pyramiden sowie zwei Kugelbuchsbäume. Zusammen bilden sie eine zierliche Gartenlandschaft. Wie bei der ursprünglichen Präsentation wurde Glasgranulat als Bodenbelag gewählt. Als eine Vorlage für das Ensemble hat der Schlossgarten in Nymphenburg gedient, der en miniature in das Schloss geholt wurde.

Den Anlass für die Herstellung des kostbaren Tafelaufsatzes aus Porzellan gab die Vermählung der bayerischen Prinzessin Maria Anna Josepha Augusta, Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, mit Markgraf Ludwig Georg Simpert von Baden 1755 in München. Der exquisite Tafelaufsatz war als Dekoration für die Hochzeitstafel beim Dessert- oder Konfektgang vorgesehen. Hergestellt wurde er in der 1747 ins Leben gerufenen kurbayerischen Porzellanmanufaktur. Der Entwurf für das Arrangement kommt von Joseph Ponhauser, einem aus Wien stammenden Modellmeister, der bei der Fertigstellung möglicherweise von dem berühmten Modelleur Franz Anton Bustelli (1723-1763) unterstützt wurde.

Über die weitere Verwendung des Aufsatzes ist nichts bekannt. Erst 1912 wurden einige Einzelteile im Bayerischen Nationalmuseum wiederentdeckt, die zusammen mit der archivalischen Überlieferung einen ungefähren Eindruck der ursprünglichen Aufstellung geben können. Die erhaltenen Originalteile werden heute in der Dauerausstellung des Bayerischen Nationalmuseums in München präsentiert.

Mit dem zunehmenden Import von Rohrzucker aus Übersee ab dem späten 16. Jahrhundert wurde dieses vielfältig einsetzbare Material als Grundmasse für die Formung von kleineren Naturimitationen verwendet. Mit der Entdeckung des Porzellans 1709 löste das "weiße Gold" die Zuckermassen ab. Porzellan war erheblich langlebiger.

Der Besuch der Präsentation ist nur im Rahmen einer Schlossführung möglich. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr stündlich (letzte Führung um 17 Uhr). Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro, Familien zahlen 20 Euro. Anmeldungen für die Führungen sind möglich unter (06221) 6588815.

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