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Ein Strandbad inmitten der Stadt
28.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Frank Vetter

Rastatt - Die Murg, von vielen Rastattern Jahrzehnte lang wenig beachtet oder gar als Platz für die Freizeitgestaltung genutzt, hat sich dank des HÖP-Projekts verändert (wir berichteten). Inseln, mäandernde Verzweigungen, ja sogar strandähnliche Zonen wurden angelegt - oder der Fluss hat sie selbst geschaffen. Mehr Menschen nutzen die Murg wieder als Badegewässer oder für das Sonnenbad, andere sind schon langjährige Badegäste.

Wie Volker Hoffmann, der sein "Privatschwimmbad" an der Schließbrücke gefunden hat. Seit mehr als 20 Jahren wohnt der Kameramann in der Murgstraße beim Spielplatz, vor rund zehn Jahren hat er die Murg für sich und Boxerhündin "Jana" entdeckt, erzählt er. Sein Badeplatz gleich unterhalb der Schließbrücke zeichne sich durch die Tiefe aus. Dank der Strömung müsse er "schon richtig rudern, richtig strampeln", berichtet er von der Gratis-Gegenstromanlage.

Während der heißen Wochen hat Hoffmann täglich die Temperatur der Murg gemessen. Das Maximum seien 29,9 Grad Celsius gewesen.

Die Hunde "Bärbel" und "Bobby" lassen Waltraud Gottwald und Heike Berisha bei der Ankerbrücke das kühlende Nass des Flusses suchen. Bis zu den Oberschenkeln waten sie durch die Fluten. "Das machen wir jedes Jahr. Eine schöne Abkühlung für die Hunde und für uns", so Waltraud Gottwald.

Sie bedauert allerdings, dass es seit Abschluss des Hochwasserschutz- und Ökologieprojekts (HÖP) und den hoch wachsenden Pflanzen schwierig sei, einen Zugang zum Ufer zu finden. Auch andere Rastatter bemängeln, dass man den Fluss beim Spaziergang auf dem Vorland fast nirgends mehr sehen könne.

Einen Murgzugang haben Karmilita, Maria, Angelo und Robert zwischen Schließ- und Hindenburgbrücke gefunden. Die Kinder erzählen, dass sie öfter im Fluss baden. Sie haben für das Waten in der steinigen Murg auch das passende Schuhwerk dabei: Crocs. Fußbett fürs Flussbett sozusagen.

Einen der schönsten Murgplätze im Rastatter Stadtgebiet haben die neunjährigen Zwillinge Kayla und Angelina für sich entdeckt. Mit Mama Melissa und dem Labrador-Mischling "Bobby" haben sie es sich am Sandstrand bei der Franzbrücke gemütlich gemacht.

"Ins Schwimmbad können wir den Hund ja nicht mitnehmen", nennt Melissa einen rein praktischen Grund für das "Strandleben". Planschen, mit dem Kescher (vergeblich) Fischen nachstellen oder auch schwimmen, die Zwillinge finden es super.

Super findet das Terrain offenbar auch ein Graureiher, der dort immer wieder am Ufer oder auf der kleinen Insel steht. Die Tierwelt hat die Murg schon lang als Lebensraum entdeckt. Nachdem der Fluss wegen der industriellen Verunreinigung einst ökologisch tot war, gibt es wieder reichlich Fische und selbst Flusskrebse. Enten, Schwänen, Reihern, Kormoranen, Störchen, Wildgänse und selbst Möwen bietet die Murg ebenfalls Nahrung und "Wohnraum".

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