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Frühe Hilfen für Eltern im Stress
Stehen Familien im Auftrag des Landkreises bei: Die Familien-Kinderkrankenschwestern (von links) Silke Stricker, Catrin Bresch, Valeska Hilscher-Will, Lea Voos und Melanie Knäbel. Auf dem Bild fehlt Renate Schmidt.  Foto: Landratsamt
06.09.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (red) - Ellas Mutter kann nicht mehr. Ihr sieben Monate alter Säugling ist tagsüber enorm unruhig, schläft schlecht und wacht nachts nahezu stündlich auf. Die Eltern sind ratlos und am Ende ihrer Kräfte. Was ist mit Ella los? Machen wir etwas falsch? Ob ich den nächsten Tag wohl schaffen werde? Auch der zehn Wochen alte David hält seine Mutter auf Trab. Kaum fertig gestillt, verlangt er schon wieder nach der Brust. Die Mutter ist verzweifelt. So habe ich mir die erste Zeit mit Kind nicht vorgestellt. Ist das normal? Ist mein Kind gesund? Wer kann uns helfen?

Familien-Kinderkrankenschwester Catrin Bresch kann von vielen solchen Familien erzählen. Sie ist ausgebildete Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (kurz FGKiKP), das heißt, examinierte Kinderkrankenschwester mit staatlich anerkannter Zusatzausbildung zur Beratung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern. Im Auftrag des Landkreises Rastatt unterstützt sie zusammen mit fünf weiteren Kolleginnen Familien mit Säuglingen, wie die von Ella und David. Familienhebammen und Familien-Kinderkrankenschwestern begleiten Familien mit besonderen Belastungen nach der Geburt eines Kindes. Im Landkreis gibt es dieses Angebot schon seit dem Jahr 2002. Seit 2012 wird der Einsatz vom Fachdienst Frühe Hilfen in der Psychologischen Beratungsstelle koordiniert und durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Es soll dazu beitragen, den Kindern gute Entwicklungsbedingungen zu gewährleisten und entsprechenden Risiken frühzeitig vorzubeugen. Angesprochen werden laut Pressemitteilung in erster Linie junge Mütter und Eltern mit besonderen Beanspruchungen, zum Beispiel durch eine schwierige familiäre Situation oder gesundheitliche Einschränkungen des Säuglings etwa nach Frühgeburten oder bei Mehrlingen.

Die Begleitung der Familien-Kinderkrankenschwester wird nach den Erfahrungen des Jugendamts sehr gut angenommen. Von den Familien wird als besonders entlastend erlebt, dass die Fachkraft nach Hause kommt. Junge Eltern erfahren Unterstützung in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld und müssen keine Anfahrtswege zu Beratungsstellen in Kauf nehmen. Zudem kann die Beraterin vor Ort am besten sehen, wo es in der Familie "klemmt" und Abhilfe Not tut.

Catrin Bresch: "Durch praktische Anleitung der Eltern und eine altersgerechte Entwicklungsförderung stärken wir die Eltern-Kind-Bindung. Denn, wenn es den Eltern gutgeht, geht es auch dem Kind und der Familie gut. Wir unterstützen die Familie in ihrer Lebensführung, wir hören zu und vermitteln bei Bedarf auch andere passende Angebote." Kliniken, niedergelassene Ärzte oder Beratungsdienste können die Familien auf die "Frühen Hilfen" aufmerksam machen.

Kontakt: Landratsamt Rastatt, Fachdienst Frühe Hilfen, Karin van Roode, (07225) 988992255.

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