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Wie das Karussell im Kopf innehalten kann
Eintauchen in die Atmosphäre der Bäume: Beim Waldbaden gibt es viel zu erspüren und entdecken.  Foto: Diebold
17.09.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (die) - Positiv gespannt waren die Teilnehmer am Freitag im Ötigheimer Wald darauf, was sie beim "Waldbaden" erwartet. Eingeladen dazu hatte die Umweltstiftung Rastatt, geleitet wurde die Veranstaltung von Daniela Schneider von der Naturschule "Wilde Karde". Das in Japan seit langem praktizierte Waldbaden werde immer beliebter, da der Mensch sich von der Natur entfernt habe und jetzt zurückkommt; zudem seien mit der heutigen Technik viele Wirkungen des Walds messbar. So erklärt Daniela Schneider die große Nachfrage nach ihren Kursen. Auch für den Termin in Rastatt gab es weit mehr Interessierte als Plätze.

Naturempfinden und Entspannung waren spürbare Effekte beim ruhigen Spaziergang durch die Natur. Zunächst ging es über einen Ast als "Schwelle" zwischen Alltag und der Welt des Walds. Das Karussell mit ständig 60 000 Gedanken im Kopf solle langsam innehalten, so Schneider, und der Besucher in die Atmosphäre der Bäume eintauchen. Der Besucher war angehalten, die Natur-Welt beim achtsamen Verweilen mit verschiedenen Sinnen zu spüren..

Was jedem Naturfreund bewusst sei, ist die beruhigende Wirkung des Walds. Doch wie groß sein Nutzen für die Gesundheit und die Psyche des Menschen ist, war bisher nur teilweise bekannt. In einem kleinen Quiz war zu erfahren, dass sich die Waldatmosphäre, wissenschaftlich belegt, positiv auf das Immunsystem, Atemwege, Herz und sogar zur Abwehr von Krebszellen auswirkt.

Die ganz eigene Welt des Walds war ein weiteres interessantes Thema mit vielen faszinierenden Erkenntnissen, von Schneider spannend und leicht verständlich vermittelt. Zur Kommunikation zwischen den Bäumen etwa werden Duftstoffe abgesondert, die bei Befall durch Schädlinge die in der Nähe stehenden Artgenossen warnen. Zu den neuen Erkenntnissen gehören auch die Hilferufe an die tierischen Feinde des Baumschädlings. Das Leben im Waldboden, mit den Partnerschaften zwischen Pilzen und Bäumen oder dem großen vernetzten System der Information ließ staunen.

Bei allen spannenden Informationen beim Waldbaden wurde auch das bewusste Fühlen immer wieder angesprochen. Hören, sehen, das Erlebnis des Barfußgehens auf dem Waldboden oder Chi-Gong- -Gesundheitsübungen zwischen den Bäumen forderten die Teilnehmer auf, sich selbst und die Atmosphäre zu spüren. Das Waldbaden der Umweltstiftung mit Daniela Schneider machte Lust auf mehr, denn, wie die Leiterin selbst feststellte: Es gibt noch vieles zu spüren und zu entdecken.

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